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	<title>pferdegestützte Förderung Archive - Pferde für unsere Kinder e.V.</title>
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		<title>&#8222;Pferde für unsere Kinder&#8220;-Interview: „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 2023 12:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Doris Heinze]]></category>
		<category><![CDATA[F & H Wohnprojekte gGmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Maya Ritter]]></category>
		<category><![CDATA[pferdegestützte Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung]]></category>
		<category><![CDATA[Reittherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-interview-ponys-fuer-unsere-kinder-in-der-heimunterbringung/">&#8222;Pferde für unsere Kinder&#8220;-Interview: „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>&#8222;Pferde für unsere Kinder&#8220;-Interview: „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“</h1>
<p><strong>Das Pilotprojekt „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“ soll den Kindern und Jugendlichen der F &amp; H Wohnprojekte gGmbH die Möglichkeit geben, mit Ponys in Berührung zu kommen. Neben der F &amp; H Wohnprojekte gGmbH, sind der Ponyhof Wolteritz e. V. und Maya Ritter, Fachkraft für tiergestützte Intervention, Förderung und Pädagogik, am Projekt beteiligt.</strong></p>
<p><em>„Pferde für unsere Kinder e.V.“ wollte von den Projektbeteiligten wissen: Was steckt hinter „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“? Aus welcher Motivation heraus stellen sie sich dieser Aufgabe? Welche Wirkung zeigt der Umgang mit Pferden auf Kinder – insbesondere auf Kinder in konflikthaften Lebenssituationen und warum ist der Umgang mit Pferden bzw. Ponys so wichtig für die Kinder in der Heimunterbringung?</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Mit Ihrem Pilotprojekt „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“ möchten Sie Kindern und Jugendlichen, die in Heimen untergebracht sind und sich zum Teil in schwierigen Lebenssituationen befinden, den Kontakt zu Pferden bzw. Ponys ermöglichen. Können Sie uns das Projekt näher erläutern?<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Das Projekt ist zum einen durch den Ponyhof Wolteritz meiner Eltern entstanden und zum anderen durch meine Anstellung bei der F &amp; H Wohnprojekte gGmbH und unseren Wohngruppen-Hund. Hier konnte ich erfahren, welchen sehr guten Zugang die Hündin zu den Kindern, die durch ihre Impulsausbrüche teils selbstzerstörerisch handeln, bekommen hat. Dadurch ist die Idee eines Projektes mit Pferden entstanden. Das Projekt ist in dieser Form bisher einmalig und wurde von uns ganz neu gestartet: mit „Pferde für unsere Kinder“ als finanzieller Unterstützer. Beim Projekt geht es nicht nur darum, zu reiten oder sich auf das Pferd zu setzen, sondern wir sind mit den Kindern auf dem Hof und bereiten alles vor. Wir erlernen Ruhe und Ausgeglichenheit, die die Kinder &#8211; außerhalb der Wohnung erst noch erlernen müssen und wir lernen dabei unsere neuen Grenzen kennen. Wir misten den Stall aus, bringen die Pferde auf die Koppel und machen auch sonst alles, was rund um das Pferd dazugehört.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Frau Ritter, als Angestellte der F &amp; H Wohngruppen gGmbH und Tochter der Besitzerin des Ponyhof Wolteritz e. V., übernehmen Sie die Durchführung des Projektes auf dem elterlichen Ponyhof. Aus welcher Motivation heraus stellen Sie sich der Aufgabe, Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Lebensverhältnissen mit Pferden bzw. Ponys in Kontakt zu bringen?<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Ich bin auf dem Hof meiner Eltern mit Pferden groß geworden und konnte dadurch miterleben, welchen Einfluss der Umgang mit Pferden auf die Kinder hat. Es war immer zu beobachten, wie toll sich die Kinder auf den Pferden und in den Reitstunden entwickelt haben, wie viel Selbstbewusstsein sie mitgenommen haben. Auch die Eltern kamen zu uns und berichteten uns über die gute Entwicklung ihrer Kinder. Diese Möglichkeiten, also das Pferd zu erleben, haben Heimkinder nicht. Dies wurde mir erst bewusst, als ich angefangen habe, in diesem Bereich zu arbeiten. Die Kinder haben keine Eltern, die ihre Reitstunden finanzieren können. Eine Finanzierung von Jugendämtern und Städten ist quasi ausgeschlossen bzw. noch nicht vorhanden. Diese Wege zu den Tieren zu finden, diese Möglichkeit das Selbstvertrauen aufzubauen und diese Erlebnisse zu haben, gibt es für die Heimkinder nicht. Aus dieser Motivation heraus möchte ich den Heimkindern den Kontakt zum Pferd ermöglichen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Frau Heinze, als Geschäftsführerin der F &amp; H Wohnprojekte gGmbH, sehen Sie die Reittherapie als ergänzenden Baustein Ihres vielfältigen Angebots für die Kinder und Jugendlichen. Was erhoffen Sie sich von diesem Projekt für die Kinder?<br /><strong>Doris Heinze:</strong> Wir sind zuerst einmal ganz froh, dass wir unsere Maya Ritter haben, sodass wir das Projekt mit ihren Erfahrungen starten konnten. Das sind für uns ganz neue Wege. Wir haben bisher hauptsächlich in der klassischen Heimerziehung auf der Basis von allgemeinen heilpädagogischen Grundsätzen arbeiten können. In der praktischen tiergestützten Umsetzung weniger. Mit Beginn der Beschäftigung von Maya Ritter in unserer Wohngruppe 4, haben wir vermittelt bekommen, dass es in der Heilpädagogik noch ganz andere Wege gibt. Den Weg, unsere Kinder und Jugendliche, über einen engen Kontakt mit Pferden, überhaupt mit Tieren zu erreichen, ist einer der wichtigsten Erfahrungen, die wir als Träger machen konnten. Wir erhoffen uns mit dem jetzt gestarteten Reitprojekt, dass unsere Kinder eine neue Reizquelle erfahren. Einen neuen Bezugs- und Beziehungskontakt haben, den sie dort aufnehmen können. Es werden eingefahrene Verhaltensmuster aufgebrochen und neue erlebnisreiche Situationen geschaffen. Neue Verhaltens- und Reaktionswege werden durch das Projekt ermöglicht. Zudem erfolgt eine ganz andere Art der Kommunikation mit den Tieren, als die zwischenmenschliche verbale und nonverbale Kommunikation. Diese Kommunikation kann natürlich ganz unterschiedlich stattfinden: durch streicheln, ansprechen und füttern. Aber auch durch das Pflegen erfolgt eine Art Kommunikation, die unsere Kinder erleben und erleben dürfen. Wir möchten mit dem Umgang von Tieren die Verhaltensmuster von Kindern verändern. Gerade, wenn wir Kinder haben, die ganz erhebliche Störungen im sozial-emotionalen Bereich haben, möchten wir mit unseren Pferden eine Veränderung bewirken. Zudem wünschen wir uns, durch die Interaktion mit den anderen Kindern, die auf dem Hof sind, die Kommunikation, das Selbstwertgefühl und das Vertrauen der Kinder zu stärken: Dass das soziale Gefüge verändert wird, mehr Verantwortung übernommen wird und sich mehr Respekt und Achtung entwickeln kann. Zu den allgemeinen Aspekten, die wir uns erhoffen, gibt es noch einige spezifische Punkte. Im individuellen Bereich erhoffen wir uns einen schnelleren Vertrauensaufbau, das ist ganz wichtig. Das schaffen wir Erzieher, wir Pädagogen oft nur sehr langsam. Hier nutzen wir die Tiere als Brücke. Insbesondere Pferde haben in diesem Bereich für uns einen sehr hohen Stellenwert. Zudem wollen wir die Motivationslage stärken. Das heißt, unsere Kinder sagen sehr oft „Nein, das möchte ich nicht“ oder „Nein, das wollen wir nicht“. Aber, sobald Tiere, insbesondere Pferde mit im Beziehungsaufbau stehen, sagen unsere Kinder „Ja, wir wollen“, „Ja, wir möchten“ oder „Wann geht es wieder zum Hof“. So entsteht eine ganz andere Motivationsgrundlage. Im sozialen Bereich erlernen die Kinder Respekt, Achtung, Wertschätzung, das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen wird gestärkt. Es werden Ängste abgebaut, die ganz tief im Verborgenen sind. Wir haben unsere Kinder schon erleben können, wie sie sich durch den Umgang mit Pferden, emotional fallen lassen, obwohl die Tiere größer, mächtiger, gewaltiger sind als unsere kleinen Kinder. Sie vertrauen den Pferden und können sich auf den Sattel richtig entspannen und auch träumen. Das ist wirklich sehr beachtlich. Auch werden die Kinder im sozialen Bereich offener, kommunikativer, kooperativer, bauen Aggressionen ab und die Frustrationsgrenze geht nach oben. Nicht jede Kleinigkeit führt mehr bei den Kindern zur sofortigen Eskalation. Dass unsere Hoffnungen und Erwartungen, die wir in diese Therapie haben, mehr als erfüllt werden, konnten wir bereits feststellen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Unser Verein übernimmt für den Start des Projektes die Finanzierung für die Reittherapie der Zwillinge A. und E. Seit Mai 2023 haben die beiden Kinder nun die Möglichkeit einmal wöchentlich den Ponyhof zu besuchen. Welche Erfahrungen wurden hierbei auf dem Ponyhof gemacht? Wie nehmen die Zwillinge die Therapie an?<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Am Anfang waren die beiden Kinder sehr skeptisch und eher zurückhaltend. Die Pferde sind eben groß und wirken erst einmal ein wenig angsteinflößend. Vor allem, wenn man noch nie Kontakt zu Pferden hatte. Deswegen war der Fokus in den ersten Wochen darauf, Kontakt zu knüpfen, Vertrauen aufzubauen, sich gegenseitig kennenzulernen, sich heranzutasten, sich näher zu kommen. Das ging bei den Zwillingen wirklich super gut. Sie haben schnell Vertrauen aufgebaut und fanden auch ziemlich schnell ihre Lieblingsponys. Die Kinder konnten von Beginn an ihre Ponys frei wählen. Dafür bietet der Ponyhof eine große Auswahl: von einem Shetlandpony mit einer Größe von einem Meter bis zu einem ehemaligen Rennpferd mit einem Stockmaß von 1,60 m. Durch die freie Wahl ihres Ponys war der Vertrauensaufbau einfach gut und sie konnten sich ein bisschen in dem jeweiligen Pferd bzw. Pony wiederfinden. Bei den Zwillingen war es zudem so, dass sie viele Informationen aufgenommen haben. Sie wollten total viel wissen und haben im Anschluss auch viel in der Wohngruppe wiedergegeben. Die Konzentration über einen längeren Zeitraum fiel beiden am Anfang sehr schwer. So sind wir zum Beispiel beim ersten Mal ins Auto eingestiegen und die Jungs sind innerhalb von zwei Minuten eingeschlafen. Das hat sich aber merklich gebessert und die Konzentration ist im Laufe der Zeit gestiegen. Mittlerweile sind sie richtige kleine Profis geworden im Umgang mit den Ponys und der Besuch beim Ponyhof ist zum Highlight der Woche geworden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Wurden auch Änderungen im Verhalten der Zwillinge in den Gruppen von anderen Angestellten festgestellt?<br /><strong>Doris Heinze:</strong> Die Zwillinge hatten zu Beginn, neben dem erheblichen eigen-und fremdgefährdeten Verhalten, sehr große Sprachdefizite. Es klang so, als würden sie in einer eigenen Sprache sprechen, die nur sie verstehen konnten. Durch den Umgang mit den Pferden, haben sich das Sprachverständnis und die Sprache um ein Vielfaches verbessert. Das ist nochmals eine Quelle gewesen, die wir über die Logopädie nicht erreicht haben, jedoch über den intensiven Kontakt mit den Pferden. Zudem hatten die Zwillinge kein Durchhaltevermögen, dieses haben sie nun, können sich konzentrieren und sind lernbereit. All das sind Fortschritte, die bei den Zwillingen nun spürbar sind. Durch die verbesserte Kommunikation können sich die Zwillinge besser in das Gruppengefüge einfügen. Was wiederum zu einer besseren Gruppendynamik in der Wohngruppe geführt hat.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Konnten bereits erste Etappenziele seit Beginn der Reittherapie erreicht werden?<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Unser Ziel war es, auf die Einschulung der Zwillinge hinzuarbeiten. Das war bei den beiden Jungs ein ganz großes Problem, weil die Frustrationstoleranz so gut wie gar nicht gegeben war. Bereits bei kleinen Dingen verloren die Zwillinge sehr rasch die Geduld. Das merkte man am Anfang zum Beispiel beim Schließen der Schnallen von der Trense, also dem Kehl- und Nasenriemen. Das ging zum einen motorisch nicht und zum anderen war die Frustration zu groß, um das überhaupt motorisch üben zu können. So hat am Anfang die Therapiestunde daraus bestanden, die Schnallen zu schließen und sich heranzutasten, weil die Frustrationsgrenze dort bereits erreicht war. Mittlerweile schnallen die Jungs die Trense von alleine zu. Ich helfe zwar noch und trense die Ponys auf, aber die Schnallen werden von alleine geschlossen. Die Selbstzweifel und der Frust sind nicht mehr so groß und es wird nicht mehr gleich aufgegeben. Das sind wirklich unglaubliche Fortschritte, die wir gemacht haben. Auch motorisch hat sich einiges getan. Die Bewegungsabläufe sind besser geworden. Früher sind die Zwillinge viel herumgesessen und haben ferngesehen. Dadurch hatten sie auch recht schnell Muskelkater und Probleme mit den Sehnen und Bändern, sobald sie sich auf die Pferde setzten. Schon alleine das Spreizen der Beine auf dem Pferderücken verursachte am Anfang erhebliche Probleme. Und jetzt hatten sie an diesem Wochenende bereits ihr erstes Hofturnier. Wobei sie eine kleine Dressur in Schritt und Trab mitgeritten sind. Mit Leichttraben, alleine Lenken, Hufschlagfiguren und Slalom. Auch einen Geschicklichkeitsparcours mit einem Minisprung haben sie gemeinsam mit ihren kleinen Shettys absolviert und hatten dabei auch recht gute Zeiten. Das Hofturnier war eines der Etappenziele der Zwillinge. Sie hatten sich selbst vorgenommen dort mitzumachen, weil sie sich vielleicht ein bisschen selbst beweisen wollten, was sie in der kurzen Zeit alles geschafft haben. Dann die blaue Schleife für den vierten Platz in der Hand zu halten, war für die Jungs etwas ganz Tolles.<br /><strong>Doris Heinze:</strong> Für die Teilnahme und der erbrachten Leistung beim Hofturnier sind die Kinder sogar gelobt geworden, da sie noch nicht solange dabei sind. Sie haben das auch wirklich toll gemeistert. Natürlich hatten die anderen Teilnehmer mehr Erfahrungen und dadurch auch einen besseren Platz erreicht, aber der vierte Platz war echt toll.<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Motorisch ist bei den Zwillingen wirklich viel passiert in der letzten Zeit. Das merken wir auch im Umgang. Auch im sozialen Umgang mit den anderen Kindern. Die Frustration ist gesunken dadurch, dass sie wieder mehr leisten können. Sie können wieder mit anderen Kindern mithalten und haben ein viel besseres Gefühl für ihren Körper entwickelt.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Nachdem das Projekt nun mit der Reittherapie der Zwillinge erfolgreich gestartet ist, soll das Projekt zukünftig auch für alle Kinder der Wohngruppen ermöglicht werden. In unserem Newsletter haben wir über die mögliche Unterstützung des Projektes bereits berichtet. Was können unser Verein sowie unsere Mitglieder, Partner und Unterstützer weiter tun, um Sie bei der weiteren Durchführung des Projektes zu unterstützen?<br /><strong>Doris Heinze:</strong> Weitere Spenden, um die zukünftige Finanzierung des Projektes zu gewährleisten wären wirklich toll. In unserem sächsischen Finanzierungskonzept über die Öffentliche Jugendhilfe ist dieser Rahmen absolut nicht vorgesehen. Deswegen ist das Projekt auch für uns in der Jugendhilfe etwas Neues und wir würden uns über jede Möglichkeit der tiergestützten oder pferdegestützten Therapie freuen. Wir haben gesehen, wie die Kinder sich durch diese Therapie verändern können, wie sie sich weiterentwickeln können, wie sie ihre Perspektive und Werte ändern und das in dem Kontext, dass sie sechs bis sieben Jahre nicht viel Förderung erlebt haben. Über unsere Pferde, hatten wir das erreicht, was wir mit unserer pädagogischen Arbeit allein nicht erreichen konnten. Die Zwillinge waren im Verhalten so stark beeinträchtigt und extrem aggressiv, dass mehrere Kindertagesstätten die Betreuung abgebrochen haben. Jetzt sind die Zwillinge in der Schule, glücklich und zufrieden, ohne Integrationshelfer und das in einer so kurzen Zeit. Wären die Zwillinge früher zu uns gekommen und wir das Projekt früher gestartet, könnten die Zwillinge vielleicht jetzt schon wieder in ihrer Familie leben. Aber im Moment brauchen wir noch etwas Zeit. Es muss sich erst alles festigen und stabilisieren. Über die erfolgreiche Arbeit, die wir durch die Reittherapie bei den Zwillingen erreicht haben, konnte ich auch die zuständige Mitarbeiterin im Jugendamt informieren und habe dabei auf das Spendenprojekt verwiesen.<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Ansonsten ist es sehr wichtig, auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Es ist sehr traurig, dass es das erste Projekt in Deutschland ist, das Heimkinder miteinschließt. Wie viele Jahre hatten diese Kinder nie die Möglichkeit so etwas zu erleben?! Es sind jetzt nur einige Kinder, denen wir diese Möglichkeit geben können. Die Möglichkeiten, welche sich im Umgang mit Tieren ergeben, fallen noch viel zu wenig auf und viele wissen gar nicht Bescheid, was eine Mensch-Tier-Beziehung für die Kinder bedeuten kann. Dieses Aufmerksam-Machen, dieses Verständnis für solche Ansätze entwickeln und das Wissen zu verbreiten, ist ein ganz wichtiger Punkt, um Projekte dieser Art zukünftig zu fördern.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Haben Sie weitere Anregungen für uns oder etwas, dass Ihnen besonders am Herzen liegt?<br /><strong>Doris Heinze:</strong> Reittherapie ist wirklich etwas Tolles für Kinder, die sozial-emotional erhebliche Probleme haben, die aggressiv sind und keine anderen Therapien zulassen. Die Zwillinge haben die Frühförderung abgelehnt, die Ergotherapie abgelehnt und die Logopädie abgelehnt. Aber die großen Pferde bzw. Ponys, die haben es geschafft einen Zugang zu den Jungs zu ermöglichen. Das ist das Schöne und es wäre toll, wenn auch andere Kinder das erleben dürfen. An dieser Stelle möchten wir als F &amp; H Wohnprojekte gGmbH ein großes Dankeschön an alle Unterstützer des Projektes aussprechen. Es ist nicht selbstverständlich, dass innerhalb der Jugendhilfe, Projekte unterstützt werden. In dieser Art ist es auch das erste Projekt und vor allem mit so viel Erfolg. Umso mehr freuen wir uns, insbesondere für unsere Kinder, dass wir durch die finanzielle und kooperative Unterstützung teilnehmen können. Vielen lieben Dank!<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Gerade bei den Zwillingen war die Therapie perfekt passend. Die Frühförderung, die Ergotherapie, die Logopädie haben alle aufgegeben. Die Kindertagesstätten haben die Betreuung der Zwillinge gekündigt und zum Teil haben Mitarbeiter die Wohngruppe aufgrund des Verhaltens der Zwillinge gewechselt. Die Reittherapie konnte die Zwillinge auffangen. Viele Gelder hätten somit viel sinnvoller verwendet werden können, wäre die Reittherapie finanziell gefördert worden. Ich selbst hätte am Anfang auch nicht gedacht, dass sich die Jungs so entwickeln würden. Ich habe zwar den Pferden einiges zugetraut aber dass es die Pferde schlussendlich geschafft haben, dass die Zwillinge ohne Begleitung ruhig in der Schule sitzen, hätte ich nie erwartet. Sie sind quasi zu Vorzeigeschülern geworden.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Herzlichen Dank für das Interview und Ihre tolle Arbeit!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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		<title>Mensch &#038; Pferd</title>
		<link>https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/mensch-pferd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2022 09:29:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Berkhoff]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder und Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde für unsere Kinder e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[pferdegestützte Förderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/mensch-pferd/">Mensch &#038; Pferd</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Mensch &amp; Pferd</h1>
<h2>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Brigitte Berkhoff</h2>
<p><strong>Brigitte Berkhoff ist seit ihrer Kindheit fasziniert von Pferden. Auch als Erwachsene, in ihrem Berufsleben als Krankenschwester und Lehrerin für Pflegeberufe sowie als Mutter bot die Beschäftigung mit dem Pferd für sie einen wunderbaren Ausgleich. Seit einigen Jahren bietet sie unter dem Titel „Mensch &amp; Pferd“ pferdegestützte Förderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Stärkung der Persönlichkeit auf dem Hof Berkhoff-Beumer in Ahlen (NRW) an.</strong></p>
<p>„Pferde für unsere Kinder e.V.“ wollte von Brigitte Berkhoff wissen: Was steckt hinter „Mensch und Pferd“? Was ist das Besondere an ihrer Arbeit? Welche Wirkung zeigt der Umgang mit Pferden auf den Menschen – insbesondere auf Kinder und warum ist es so wichtig, Kinder mit Pferden bzw. Tieren  in Berührung zu bringen?</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Frau Berkhoff, auf Ihrem Pferdehof in Ahlen bringen Sie Menschen mit Pferden in Kontakt. Was steckt hinter „Mensch und Pferd“?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff: </strong>Bei „Mensch und Pferd“ war ursprünglich die Idee, dass Pferde den Menschen sehr viel geben können und zwar sehr viel mehr, als das Reiten an sich. Für mich war und ist die Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Mensch und Pferd, dass sich die Menschen in der Gegenwart eines Pferdes entspannen und wohlfühlen können. Aber wie stelle ich dieses Gefühl überhaupt her? Wenn Kinder oder Erwachsene zu mir kommen und sagen, dass sie zwar die Faszination spüren aber ganz schön Respekt vor den Pferden haben, war es mir schon immer wichtig, dass ich diesen Menschen sagen kann, dass es richtig ist, diese Vorsicht zu spüren. Pferde sind nun mal große Wesen und Fluchttiere, die eine ganz andere Sprache haben als wir. Dennoch ist die Faszination vorhanden und deshalb wollte ich so arbeiten, dass sich die Menschen dabei entspannen. Dafür muss der Mensch in einer Atmosphäre sein, in der er sich wohl und sicher fühlen kann. Am besten draußen in der Natur. Zudem muss das Pferd als Lebewesen respektiert und so gehalten werden, dass es entspannt die Arbeit, die wir von ihm wollen, erledigen kann. Eine Zusammenarbeit bzw. ein Zusammensein, das auf Harmonie, Respekt, Vertrauen und Gleichgewicht aufgebaut ist.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“: </strong>Ihr Angebot ist sehr vielfältig. Neben dem Coaching mit Pferden und Seminaren u. a. im Bereich Horsemanship, bieten Sie die „Movement Method – Lernen mit Bewegung“ an und setzen diese auch erfolgreich in Schulen ein. Was ist das Besondere der Methode? Und, wie und warum funktioniert diese?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff: </strong>Dafür muss ich kurz das „Horse Boy Prinzip“ erläutern. Es ist daraus entstanden, dass sich ein verzweifelter Vater (Rupert Isaacson) auf die Suche nach Hilfe für seinen tief im Autismus gefangen Sohn (Rowan) begab. In jungen Jahren ist der Sohn dem Vater entwischt und in eine Pferdeherde gelaufen. Er setzte sich fast unter die Leitstute und diese hat ihn von den äußeren Einflüssen abgeschirmt. Als der Vater kam, um seinen Sohn zurückzuholen, wollte dieser unbedingt das Pferd berühren. Daraufhin nahm der Vater seinen Sohn und legte ihn auf den Pferderücken. Das Pferd stand dabei stockstill und Rowan entspannte sich. Von da an ging Rubert mit seinem Sohn immer wieder zur Nachbarsstute, um diesen zu beruhigen und zusammen unternahmen sie stundenlange Ausritte in der Natur. Dabei wurde Rupert klar, dass sein Sohn in der Natur entspannt und aufnahmefähig ist. Rupert wollte in Erfahrung bringen, wieso sein Sohn sich dabei entspannt und wie er ihn auf einen guten Weg bringen kann. So ging er zu Temple Grandin, Dozentin für Tierwissenschaften, und fragte diese, wie sie es trotz Autismus soweit geschafft hat. Temple Grandin nannte drei grundlegende Dingen, die Rowan beim Lernen helfen: Lass ihn sich bewegen, wann immer er möchte, geh mit ihm raus in die Natur, wann immer es geht und folge dem Kind in seinen Interessen. So hat Rupert seinen Sohn nach und nach in der Natur unterrichtet und dabei das Lernen an seine Interessen gekoppelt.</p>
<p>Aus den drei Grundsätzen Bewegung, Natur und dem Interesse der Kinder folgen, hat sich die Movement Methode entwickelt. Die Methode kann man mit Pferden noch intensiver gestalten, aber es ist für die Durchführung nicht zwingend notwendig. Die Idee der Movement Methode ist, Lerneinheiten draußen in der Natur abzuhalten. Warum nicht eine Schatzsuche mit Mathe verbinden? Warum nicht ein 1&#215;1-Bewegungsspiel auf dem Schulhof? Die Methode beruht auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass Lernen in Bewegung nachhaltiger ist. Es werden dabei andere Gehirnregionen angesprochen und so wird das Erlernte besser erinnert, als wenn etwas im Sitzen ohne Bewegung auswendig gelernt wird. Das Reiten, das Bewegen, die Natur, die Tiere – all das sorgt dafür, dass im Körper Oxytocin ausgeschüttet wird. Das Beziehungshormon reduziert Stress, vermittelt den Kindern ein gutes Gefühl und führt zu einem besseren Miteinander.</p>
<p>Auf unseren Hof laden wir Schulklassen ein und gehen mit den Kindern, die teilweise keinen Wald, Tiere oder ähnliches kennen, nach draußen. In einem „Ja-Umfeld“, d. h. wir gestalten das Umfeld so, dass wir möglichst „Ja“ sagen können und mit viel Fläche, am besten im Wald, schaffen wir eine Umgebung in der sofort Lernen stattfinden kann. Zudem schulen wir gemeinsam mit einer Lehrerin aus den USA, die die Movement Methode weiterentwickelte und erfolgreich in einer Brennpunktschule umsetzte, Schul- und Lehrer-Teams in der Methode.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Aus welcher Motivation heraus stellen Sie sich der Aufgabe Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, mit Pferden und der Natur in Kontakt zu bringen?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff:</strong>. Viele Jahre habe ich Kinder auf Anfrage zu den Pferden gebracht und dabei merkte ich, dass die Jungs ankamen und gleich in der Strohburg, die auf unserem Hof steht, spielten. Die Eltern waren davon nicht besonders begeistert, weil sie eigentlich für die Arbeit mit dem Pferd bezahlten. So integrierte ich das Pferd in das Spielen mit der Strohburg und konnte dadurch die Jungs erreichen. Heute kommen so viele Jungs zu mir und bringen zum Teil auch ihre Vokabelkarten mit und wir integrieren das Lernen der Vokabeln in das Reiten. Ich möchte den Kindern die Natur zugänglich machen, weil hier Lernen stattfindet.</p>
<p>Eine weitere Motivation für mich ist unser ältester Sohn, der mit Behinderung geboren wurde. Als er klein war, suchte ich nach passenden therapeutischen Reitangeboten. Durch Zufall hatte ich dabei meine erste Begegnung mit dem Horsemanship und der „Pferdisch“-Idee. Die Frau, die mit meinem Sohn das therapeutische Reiten durchführte, hielt das Pferd nicht wirklich fest. Sie sagte zu mir, dass es nicht möglich wäre, 600 Kilogramm Pferd festzuhalten, aber es sei möglich 600 Gramm Gehirn zu überzeugen. Das fand ich so spannend, dass ich es selbst lernen wollte und habe angefangen unsere Ponys entsprechend auszubilden. Kurze Zeit später, kamen auch schon die ersten Kinder. Zudem passten die Schwerpunkte meiner Arbeit als Lehrerin für Pflegeberufe hervorragend zu dem, was am Pferd mit dem Mensch, dem Kind und dem Körper passiert. Die Pferde sind für mich wie Therapie-Delphine. Nur können Pferde von uns Menschen artgerechter gehalten werden.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Haben Sie besonders prägende Erlebnisse durch Ihre Arbeit  erfahren?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff:</strong> Es gab einmal ein Kind, das beatmet werden musste. Für die Arbeit mit ihm, habe ich im Vorfeld das Pferd auf die Geräusche, die durch das Absaugen entstehen könnten, vorbereitet und mir überlegt, wie die Position sein kann, sodass kein Staub in das Tracheostoma gelangen kann. Es war so bewegend, wie der Junge sich durch den Kontakt zum Pferd total entspannte und strahlte. Seine Spastiken lösten sich und er begann den Mund und die Zunge zu bewegen. Dann gibt es noch die autistischen Kinder, die nonverbal sind. Die wirklich bei den Pferden beginnen, mehr zu sprechen. Zurzeit habe ich zum Beispiel einen Jungen, der nicht spricht, sich aber mit Gebärdensprache äußert. Auch bei ihm kommen immer mehr Laute und ich bin davon überzeugt, dass die Pferde das angestoßen haben. Zudem gab es noch ein junges Mädchen, dass sich immer mehr in ihre innere Welt zurückgezogen hatte. Irgendwann konnte sie die Schule nicht mehr besuchen. So kam es dazu, dass sie ein ganzes Jahr ein Praktikum bei mir gemacht hat. Durch die Zeit auf dem Hof und den Kontakt zu den Pferden, wurde ihre Welt wieder bunter und schöner. All solche Gänsehaut-Momente erleben wir hier auf dem Hof.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Welchen Wert hat das Pferd aus Ihrer Erfahrung heraus für Kinder, Jugendliche und Erwachsene? Und warum ist der Kontakt zur Natur, zu Tieren und zum Pferd so wichtig?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff:</strong> Das was der Mensch braucht, kann er beim Pferd finden, weil das Pferd in der Lage ist uns so zu spiegeln, wie wir das im Moment für uns brauchen. Vor allem bei Menschen mit Behinderung kann gut beobachtet werden, dass sich die Pferde zurücknehmen und sich an ihr Gegenüber anpassen. Menschen mit Traumata, psychischen Problemen oder Kinder mit wenig Selbstbewusstsein bzw. wenig Selbstwirksamkeit, erhalten von den Pferden Rückmeldungen, die sie stärken. Kinder die sehr aktiv sind, nennen wir es hyperaktiv, kommen zur Ruhe. Außerdem lernen sie soziale Kompetenzen. Denn das Pferd als ihr Gegenüber ist stärker und schwerer. Sie müssen lernen das Pferd zu beobachten. Das ist oft etwas, was sie mit einem anderen Kind nicht schaffen, aber bei einem Pferd geht das.</p>
<p>Dieses komplette Angebot von Natur, Tieren und der Kontakt zur Erde, schafft ein anderes Wertebewusstsein. Das soziale Verhalten der Kinder wird besser, sie haben eine emotionale Kontrolle, erfahren Selbstwirksamkeit, übernehmen Verantwortung für sich und andere und werden rücksichtsvoller. Zudem bewegen sich die Kinder dabei und finden heraus, dass ihr Körper weiß, dass sie Bewegung brauchen. Sie sind nicht falsch, sondern so wie sie sind, sind sie genau richtig. Mit dieser Rückmeldung möchte ich die Kinder und die Eltern stärken.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Das Vereinsziel von „Pferde für unsere Kinder“ ist es, Kinder und Pferde in Berührung zu bringen und ihnen damit auch einen Zugang zur Natur, Umwelt und Landwirtschaft zu ermöglichen sowie den Wert des Pferdes wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, denn vielen Menschen ist nicht bewusst, welchen positiven Einfluss Pferde auf uns und unsere Kinder haben. Inwieweit stimmen Ihre Ziele mit den Zielen unseres Vereins überein?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff: </strong>Mit unserem Hof und unserer Motivation, möchten wir Kindern, Eltern, Lehrern und allen, die dran interessiert sind, den Zugang zur Natur ermöglichen. Dass, was das Pferd uns schenken kann, möchten wir anderen soweit es geht zugänglich machen. Das schließt auch die Natur, in der das Pferd lebt, mit ein. Auch für unsere eigenen Kinder, finden wir es wichtig, ihnen beizubringen, dass wir ein großes Glück haben hier wohnen zu dürfen. Wir besitzen das nicht, sondern wir bewahren es und geben es an die nächsten Generationen weiter.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Haben Sie weitere Anregungen für uns oder etwas, dass Ihnen besonders am Herzen liegt?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff: </strong>Durch die fortgeschrittene Entfremdung der Menschen von der Natur, ist es umso wichtiger geworden, dass wir das jetzige Schulsystem überdenken. Wir sehen es an den Schulklassen, die zu uns kommen, dass die Entfremdung von der Natur bereits dramatisch ist. Daher müssen die Kinder wieder raus in die Natur und lernen, wie wir unseren Planeten lebensfähig erhalten. Wir müssen versuchen, die Kinder wieder mehr in die Natur und zu den Bauernhöfen zu holen. Die Idee der Movement-Methode ist eine riesige Chance für Schulen, um der Entfremdung von den Tieren, der Erde und der Natur entgegenzuwirken. Wenn die Kinder mehr draußen sind ohne zu lernen, steigen bereits die Leistungen in der Schule. Wird dann noch das Draußen-sein mit lernen verknüpft, steigen die Leistung noch mehr und die Krankheitszahlen sinken. Es wäre so viel mehr möglich aber so, wie es jetzt ist, kann man es nicht lassen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Herzlichen Dank für das Interview und Ihre Unterstützung.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: right;"><em>(Fotos: Brigitte Berkhoff)</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Weitere Informationen zu Brigitte Berkhoff, Mensch &amp; Pferd und der Movement-Methode erhalten Sie über …</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://mensch-pferd.info/">die Homepage von Mensch &amp; Pferd</a></li>
<li><a href="https://mensch-pferd.info/wp-content/uploads/2020/11/Gitti_final_pfade.pdf">den Flyer Mensch &amp; Pferd</a></li>
<li><a href="https://mensch-pferd.info/wp-content/uploads/2021/04/Hof-Berkhoff_Flyer_Movement-Methode_ok.pdf">den Flyer Movement-Method</a></li>
</ul></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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					<div class="et_pb_main_blurb_image"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/ukrainische-kinder-beim-pferdeerlebnistag-des-pferdesportvereins-in-achsheim/"><span class="et_pb_image_wrap et_pb_only_image_mode_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" width="106" height="115" src="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2015/03/pferde-fuer-unser-kinder-gruen.jpg" alt="" class="et-waypoint et_pb_animation_off et_pb_animation_off_tablet et_pb_animation_off_phone wp-image-203" /></span></a></div>
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						<div class="et_pb_blurb_description"><p>Weiter lesen</p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/mensch-pferd/">Mensch &#038; Pferd</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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