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	<title>Interview Archive - Pferde für unsere Kinder e.V.</title>
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		<title>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Kerstin Kremser und Lia Knote</title>
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		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 14:19:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde für unsere Kinder e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Ponypost vom Hummelhof]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-kerstin-kremser-und-lia-knote/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Kerstin Kremser und Lia Knote</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Kerstin Kremser und Lia Knote</h1>
<p><strong><a href="https://www.ponypostvomhummelhof.de/" target="_blank" rel="noopener">Ponypost vom Hummelhof</a> hat eine außergewöhnliche Idee entwickelt, um Kindern Pferde auf eine ganz besondere Art näherzubringen. Mit liebevoll gestalteten Briefen, Geschichten, Bastelideen und Mitmachaktionen erhalten Kinder regelmäßig Post &#8222;vom Pony&#8220; und können so eine emotionale Beziehung zu Pferden aufbauen – unabhängig davon, ob sie bereits direkten Kontakt zu einem Pony haben oder nicht.</strong></p>
<p>„Pferde für unsere Kinder“ wollte von Kerstin Kremser und Lia Knote wissen: Wie ist die Idee zur Ponypost vom Hummelhof entstanden? Was begeistert Sie persönlich an der Arbeit für Kinder und mit dem Thema Pferd? Welche Chancen Sie darin sehen Kindern über Geschichten und kreative Mitmachangebote den Zugang zur Pferdewelt zu ermöglichen und warum Pferde so wertvolle Begleiter für Kinder sind?</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Wie ist die Idee zur <em>Ponypost vom Hummelhof</em> entstanden? Gab es ein bestimmtes Erlebnis oder einen besonderen Anlass, der Sie dazu bewegt hat?</p>
<p><strong>Kerstin Kremser: </strong>Wir sind eine Familie und mit ähnlichen Werten aufgewachsen. Uns verbindet die Liebe zu Ponys und der Wunsch, gemeinsam etwas für Kinder zu schaffen. Ich selbst betreibe seit 25 Jahren eine Reitschule für Kinder und Jugendliche. Meine Schwester Claudia war dort ebenfalls viel unterwegs und meine Nichte Lia war selbst ein Ponykind, das besonders mit dem Pony Josef verbunden war.</p>
<p>Schnell war uns klar, dass wir keine weitere digitale Welt schaffen, sondern Kinder mit Geschichten und Briefen in eine andere Welt mitnehmen möchten. Dabei kamen unsere unterschiedlichen Erfahrungen und Ideen zusammen: Lia hat Literaturwissenschaften und Poesiepädagogik studiert, ich bringe meine Erfahrung aus der Pferdewelt ein und meine Schwester Claudia ihre Kreativität und die Werte, mit denen sie Lia und ihren Bruder großgezogen hat. Aus dieser Verbindung entstand schließlich die Idee zur Ponypost vom Hummelhof.</p>
<p>Wir wollten, dass Kinder wieder Briefe bekommen und erleben, dass nicht alles am Bildschirm stattfinden muss. Gleichzeitig wollten wir ihre Fantasie anregen und Dinge in ihnen wecken, die im Alltag heute vielleicht manchmal zu kurz kommen.</p>
<p><strong>Lia Knote: </strong>Kurz gesagt, möchten wir die Dinge, die uns in unserer eigenen Kindheit besonders geprägt haben, in die Ponypost einbringen. Bei mir sind das die Fantasie, die Liebe zu Geschichten und natürlich die Pferde. Bei Kerstin stehen die Ponys und Pferde sowie die Arbeit mit Kindern im Mittelpunkt. Bei meiner Mutter Claudia ist es vor allem das Muttersein. Für mich war und ist sie die tollste Mutter, die man sich vorstellen kann. Aus der Verbindung dieser drei Bereiche entstand die Idee zur Ponypost vom Hummelhof.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Was begeistert Sie persönlich an der Arbeit für Kinder und mit dem Thema Pferd?</p>
<p><strong>Kerstin Kremser: </strong>Ich habe mich vor 25 Jahren ganz bewusst dafür entschieden, eine Reitschule für Kinder und Jugendliche zu eröffnen und nicht für Erwachsene. Meine Vision ist es, wunderbare kleine Pferdemenschen heranwachsen zu sehen. Bei Kindern hat man die Chance, sie früh zu begleiten, zu prägen und wichtige Grundlagen für ihren späteren Umgang mit Pferden zu legen. Das begeistert mich und ich sehe, dass es Früchte trägt. Viele Kinder sind in meiner Reitschule groß geworden und heute unfassbar tolle Pferdemenschen. Natürlich kann man sie nur ein Stück ihres Weges begleiten, denn wie sie diesen weitergehen, entscheiden sie selbst. Aber wenn man einen guten Grundstein legt und Kindern vermittelt, dass Ponys fühlende Wesen sind und viel mehr als Tiere, die Menschen auf ihrem Rücken tragen, kann daraus etwas Wunderschönes entstehen.</p>
<p><strong>Lia Knote: </strong>Ich denke, dass dadurch nicht nur tolle Pferdemenschen, sondern auch tolle Menschen heranwachsen. Ich durfte selbst mit Pferden aufwachsen und habe später erkannt, wie viel ich aus diesem Umgang für mein Leben und den Umgang mit anderen Menschen mitnehmen konnte.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Können Sie uns erklären, wie die Ponypost funktioniert und wie die Geschichten und Inhalte entstehen?</p>
<p><strong>Lia Knote: </strong>Die Ponypost ist im Wesentlichen ein Brief-Abo, bei dem die Kinder im besten Fall mindestens drei Briefe von Pony Josef erhalten. Einzelne Briefe können ebenfalls bestellt werden. Jede monatliche Geschichte ist auf die jeweilige Jahreszeit abgestimmt: Im Juli erlebt Josef beispielsweise Dinge, die zu dieser Zeit in der Natur geschehen, im August stehen andere Erlebnisse im Mittelpunkt. So knüpfen die Geschichten an die Lebenswelt der Kinder an und laden dazu ein, anschließend selbst nach draußen zu gehen und die Natur zu entdecken.</p>
<p>Jeder Briefumschlag enthält neben der Geschichte drei Postkarten: eine leere Postkarte mit Pony Josef, auf der die Kinder ihm selbst schreiben können, eine Aktivitätspostkarte mit einem kleinen Schreibspiel oder einer Anleitung für ein Fantasiespiel sowie eine Zauberpostkarte mit ermutigenden Worten.</p>
<p>Die Aktivitätspostkarte können die Kinder allein oder gemeinsam mit ihren Eltern bearbeiten bzw. ausfüllen. Die leere Josef-Postkarte ist für mich das Herzstück der Ponypost, denn sie ermöglicht es den Kindern, selbst mit Josef in Kontakt zu treten und ihm zurückzuschreiben. Dadurch bleiben sie nicht nur passive Leser, sondern können aktiv mit dem Pony Josef kommunizieren. Die Briefe der Kinder versuchen wir im darauffolgenden Monatsbrief mit einer kleinen persönlichen Notiz zu beantworten. Das ist die Ponypost.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>&#8222;Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>So haben Sie sicherlich schon einige schöne Postkarten von den Kindern erhalten. Welche Entwicklungen konnten Sie bei den Kindern, die Ihre Ponypost regelmäßig erhalten, wahrnehmen?</p>
<p><strong>Lia Knote: </strong>Da es die Ponypost erst seit etwa fünf Monaten gibt, lassen sich mögliche Entwicklungen bei den Kindern noch schwer einschätzen. Bisher können wir uns vor allem auf die Rückmeldungen der Eltern und die Briefe der Kinder stützen. Dabei merken wir, wie groß die Vorfreude auf den nächsten Brief ist. Kaum ist eine Geschichte gelesen, freuen sich die Kinder schon auf die nächste. Auch die Eltern haben uns zurückgemeldet, dass sie selbst gespannt auf die Geschichten sind. Außerdem beobachten sie, dass ihre Kinder den Wunsch verspüren, direkt zu den Pferden zu gehen. Dieser Wunsch war teilweise schon vorher vorhanden, wird durch die Ponypost aber offenbar noch verstärkt.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Viele Kinder wünschen sich Kontakt zu Pferden, haben aber keine Möglichkeit regelmäßig einen Reitstall zu besuchen. Welche Chancen sehen Sie darin, Kindern über Geschichten und kreative Mitmachangebote den Zugang zur Pferdewelt zu ermöglichen?</p>
<p><strong>Kerstin Kremser: </strong>Dazu kann ich aus meiner eigenen Kindheit erzählen. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Geld nicht im Überfluss vorhanden war und die Möglichkeiten, reiten zu gehen, sehr begrenzt waren. Es gab damals auch deutlich weniger Reitställe. Meine Pferdewelt bestand vor allem aus Begegnungen mit Pferden in der Natur: an Reiterhöfen und Koppeln oder auf den Feldern, zu denen ich mit dem Fahrrad fuhr. Manchmal wartete ich dort stundenlang, bis endlich Reiter vorbeikamen. Außerdem habe ich viele Pony- und Pferdegeschichten gelesen, zum Beispiel die Buchreihe „Kiki“. Das war meine ganz eigene Ponywelt. Natürlich gab es auch gelegentlich Besuche in einer Reitschule, aber das war aufgrund der wenigen Möglichkeiten eher selten. Trotzdem hatte ich als Kind nie das Gefühl, etwas zu verpassen. Auch ohne selbst Teil einer solchen Pferdewelt zu sein, hatte ich so meine eigene kleine Ponywelt. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass es vielen Kindern mit den Briefen von Pony Josef ähnlich geht. Sie tauchen in eine kleine Welt ein, die sie durch die Geschichten und Mitmachangebote selbst erleben und gestalten können.</p>
<p><strong>Lia Knote:</strong> Und aus dieser Fantasiewelt kann dann hoffentlich irgendwann Wirklichkeit werden.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Warum sind Pferde aus Ihrer Sicht für Kinder so wertvolle Begleiter?</p>
<p><strong>Kerstin Kremser: </strong>Ich finde es besonders wertvoll, dass Kinder im Umgang mit Ponys erfahren, dass sie nicht beurteilt oder bewertet werden. Sie dürfen einfach sie selbst sein, sich ausprobieren und herausfinden, wer sie sind. Ein Pony spricht nicht und urteilt nicht über einen Menschen. Ich glaube, genau das hat mich schon als Kind so sehr zu den Ponys hingezogen. Die Erfahrungen, die man in der Pferdewelt sammelt, prägen einen und machen einen zu einem anderen Menschen. Das empfinde ich auch heute noch so. Es hat sicher einen Grund, warum wir die Nähe zu Tieren wie Ponys oder Hunden suchen. Bei den Ponys fühle ich mich gut aufgehoben, weil ich dort einfach so sein darf, wie ich bin.</p>
<p><strong>Lia Knote:</strong> Für mich sind Ponys zu einer Art Heimat geworden. Sie vermitteln Geborgenheit und das Gefühl, nach Hause zu kommen, ohne irgendwelchen Erwartungen entsprechen zu müssen. Man darf einfach sein, wie man ist. Natürlich kann man mit Pferden reiten, aber genauso schön ist es, einfach Zeit mit ihnen zu verbringen. Ich finde, diese Erfahrung ist unglaublich wertvoll sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Kinder dieses Gefühl erleben und es ein Leben lang in sich tragen dürfen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Was sind Ihre zukünftigen Pläne mit der Ponypost vom Hummelhof?</p>
<p><strong>Kerstin Kremser: </strong>Wir haben noch viele Ideen, die wir in Zukunft umsetzen möchten. Ein Projekt steht bereits in den Startlöchern: Wir möchten ein ganz besonderes, kindgerechtes Ponywissen entwickeln. Dabei soll es nicht nur um die klassischen Inhalte gehen, die in jedem Pferdebuch zu finden sind. Natürlich gehört auch dazu, welche Bürste man für welchen Körperteil verwendet. Vor allem möchten wir den Kindern aber vermitteln, was Ponys so besonders macht, wie sie miteinander kommunizieren und wie wir mit ihnen umgehen. Außerdem möchten wir den Kindern näherbringen, wo Ponys ursprünglich herkommen, wie sich die Geschichte des Pferdes entwickelt hat und wie die Freundschaft zwischen Mensch und Pferd entstanden ist. Dieses Wissen ist heute vielen Kindern nicht mehr bekannt. Das sind einige der Projekte, die wir über den Winter weiterentwickeln möchten. Darüber hinaus haben wir noch viele weitere Ideen. Zunächst wollen wir aber schauen, wie sich die Ponypost entwickelt und wohin die Reise führt.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Wenn Sie sich eine Sache für die Zukunft der Kinder und des Pferdes wünschen dürften – welche wäre das?</p>
<p><strong>Kerstin Kremser: </strong>Ich wünsche mir, dass in Reitbetrieben stärker vermittelt wird, wie wertvoll die Beziehung zwischen Mensch und Pferd ist und dass sie weit über das Reiten hinausgeht. Ponys sind so viel mehr als Tiere, die Menschen auf ihrem Rücken tragen. Gerade bei Kindern sollte die Freundschaft zwischen Mensch und Pferd viel stärker in den Mittelpunkt rücken.</p>
<p>In den vergangenen Jahren hat sich bereits einiges verändert. Auch bei Erwachsenen wächst das Bewusstsein für diese besondere Beziehung und der Blick auf Pferde wird vielfältiger. Trotzdem stehen bei Kindern aus meiner Sicht noch zu häufig Wettbewerb und Leistung im Vordergrund. Natürlich haben auch diese Aspekte ihre Berechtigung. Dennoch sollten diese aber nicht so viel Raum einnehmen, dass andere wertvolle Erfahrungen in den Hintergrund geraten. Genau das würde ich mir für die Zukunft wünschen.</p>
<p><strong>Lia Knote:</strong> Da kann ich mich nur anschließen. Ich wünsche mir, dass Neugier, Staunen und Offenheit im Umgang mit Pferden stärker in den Vordergrund rücken. Diese Haltung ist bei jeder Begegnung wichtig und sollte auch im Reitsport eine zentrale Rolle spielen. Wenn es Orte gibt, an denen Kinder Ponys ohne großen Leistungsdruck und feste Erwartungen begegnen dürfen, können alle davon profitieren: die Kinder, die Ponys und hoffentlich auch unsere Gesellschaft.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Herzlichen Dank für das interessante Gespräch und Ihr Engagement, Kindern auf so kreative und liebevolle Weise die Welt der Pferde näherzubringen. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude und Erfolg mit der <em>Ponypost vom Hummelhof</em>.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Lauffer<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-kerstin-kremser-und-lia-knote/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Kerstin Kremser und Lia Knote</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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		<title>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Christina Pavel vom Reitstall Pavel</title>
		<link>https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-christina-pavel-vom-reitstall-pavel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 09:35:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperationspartner]]></category>
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		<category><![CDATA["Pferde für unser Kinder e. V."]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesweite Leuchttürme]]></category>
		<category><![CDATA[Reitstall Pavel]]></category>
		<category><![CDATA[tiergestützte Pädagogik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-christina-pavel-vom-reitstall-pavel/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Christina Pavel vom Reitstall Pavel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Christina Pavel vom Reitstall Pavel</h1>
<p><strong>Christina Pavel ist staatlich anerkannte Kindheitspädagogin B.A. und ISAAT-zertifizierte Fachkraft für tiergestützte Pädagogik. Gemeinsam mit ihrem Mann, Philipp Pavel, betreibt Sie den Reitstall Pavel in Calden, welcher am 6. September 2025 als vierter Leuchtturmbetrieb von „Pferde für unsere Kinder“ ausgezeichnet wurde. Neben den Angeboten der Reitschule, der Pferdepension sowie der Ausbildung von Pferd und Reiter bietet Christina Pavel außerdem Tiergestützte Pädagogik für Kinder und Jugendliche an.</strong></p>
<p>„Pferde für unsere Kinder e.V.“ wollte von Christina Pavel wissen: Aus welchen Gründen hat sie sich für diesen Weg entschieden? Welche Schwerpunkte setzt Sie in Ihrer täglichen Arbeit mit Pferden und Kindern? Welche Erlebnisse haben Sie nachhaltig geprägt und warum ist es so wichtig, Kinder mit Pferden bzw. Tieren in Berührung zu bringen?</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: right;"><em>(Foto: Christina Pavel)</em></p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Frau Pavel, können Sie uns zu Beginn ein wenig über sich erzählen? Wie sind Sie zu den Pferden gekommen und wie verlief Ihr persönlicher Weg bis heute?</p>
<p><strong>Christina Pavel: </strong>Mein Weg zu den Pferden hat schon sehr früh angefangen. Mit fünf Jahren fing ich mit dem Reiten in einer Shetty-Reitschule in unserer Nähe an. Davon musste ich zuerst meine Eltern überzeugen, da sie Angst vor Pferden hatten bzw. auch noch bis heute Angst vor Pferden haben. In dieser Reitschule hatte ich auch meinen ersten Kontakt zu Pferden. Nach einer etwas längeren Unterbrechung und dem Ausprobieren anderer Sportarten, kam ich mit zwölf Jahren wieder zurück zu den Pferden und fing das Reiten in der Reitschule des Reitstalls Pavel an. Also bin ich, seit ich zwölf Jahre alt bin im Reitstall Pavel. Zuerst als Reitschülerin und anschließend mit eigenem Pflegepferd und einer Reitbeteiligung. Für das Studium und die Arbeit habe ich den Reitstall noch einmal kurz verlassen, bis ich meinen Mann kennengerlernt habe und schließlich seit einigen Jahren bin ich auch ganz in den Betrieb eingestiegen. Neben der tiergestützten Pädagogik bin ich durch meinen Hintergrund auch in den Reitunterricht mit eingebunden. Dabei achte ich darauf, dass der Reitunterricht auf der pädagogischen Ebene gut läuft. Zudem bilde ich die Auszubildenden dahingehend mit aus, bin verantwortlich für die Abzeichen-Lehrgänge und organisiere verschiedene Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Mein Herzensprojekt ist aber die tiergestützte Pädagogik, in welcher ich meine Lebensaufgabe sehe.</p>
<p><strong> </strong><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Der Reitstall Pavel wurde von den Eltern Ihres Mannes Philipp Pavel gegründet. Wie hat sich Ihr Betrieb im Laufe der Jahre entwickelt?</p>
<p><strong>Christina Pavel: </strong>Der Betrieb wurde im Jahr 1979 von meinem Schwiegervater und seinem Vater mit 30 Boxen und einer Reithallte gegründet. Als meine Schwiegermutter 1989 auf dem Hof kam, brachte sie die ersten Reitschulpferde mit und startete die Reitschule. Mittlerweile haben wir drei Reithallen, drei Reitplätze, rund 36 Schulpferde und zwei Aktivställe nur für unsere Reitschulpferde und -ponys. Im Jahr 2020 hat mein Mann den Betrieb offiziell übernommen. Nach der Geburt unserer Tochter bin ich im Jahr 2021 in den Betrieb eingestiegen und fing an, die tiergestützte Pädagogik aufzubauen. In diesem Jahr konnten wir unsere zweite Reitschule in Kassel-Niederzwehren, dem Keilsberghof, eröffnen. An diesem Standort soll die tiergestützte Pädagogik mehr Raum finden und noch mehr Menschen bzw. Kinder an das Pferd gebracht werden. So ist der Betrieb im Laufe der Jahre stetig am Wachsen und sich entwickeln.</p>
<p><strong> </strong><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Im Reitstall Pavel bieten Sie u. a. tiergestützte Pädagogik an. Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Arbeit?</p>
<p><strong>Christina Pavel: </strong>Die tiergestützte Pädagogik ist eine Ergänzung zum Reitschulunterricht und fördert die Kinder und Jugendlichen ganzheitlich. Die Kinder werden dort abgeholt, wo sie gerade stehen. Mir ist es wichtig, ihre Stärken und Kompetenzen zu fördern und das auf eine liebevolle spielerische Art und Weise. Die Angebote der Tiergestützten Pädagogik richten sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche, soziale Einrichtungen, Schulen und Kindergärten.</p>
<p><strong> </strong><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Was hat Sie motiviert, Ihr Angebot in die Richtung weiterzuentwickeln?</p>
<p><strong>Christina Pavel: </strong>Ich bin selbst Kindheitspädagogin und war lange in der offenen Kinder- und Jugendarbeit tätig. Mein Arbeitsalltag war meist geprägt von schwierigen Kindern und Jugendlichen, die teilweise sehr wenig Erfahrung mit Tieren und der Natur hatten. Durch meine Praktika während des Studiums auf einem Kinderbauernhof und der Hippotherapie konnte ich meine ersten Einblicke in die tiergestützte Förderung gewinnen. Dabei wurde mir schnell klar, dass in dieser Arbeit so viel Potenzial steckt. Die Kinder zeigten sich bei der gemeinsamen Arbeit mit dem Tier von einer anderen Seite und lernten so viel Neues für sich, wie zum Beispiel wo die Milch herkommt und, dass ein Huhn ein Ei legen kann. Auch war mir durch meinen Bezug zu Pferden und den persönlichen Ausgleich, den ich durch den Umgang mit diesen verspürte, bewusst wie viel Potenzial in der tiergestützten Arbeit mit Pferden steckt. Daraufhin habe ich mich entschlossen dieses Potenzial zu nutzen. So absolvierte ich meine Weiterbildung im Bereich der tiergestützten Pädagogik. Das war für mich meine persönliche Erfüllung. Es macht mich einfach glücklich zu sehen, wie die Kinder bei dieser Arbeit reagieren. Genauso sind es die gemeinsamen Erlebnisse, die geschaffen werden. Auf der anderen Seite kann es auch sehr traurig sein kann. Vor allem, wenn Kinder mit sehr belastenden Geschichten zu mir kommen.</p>
<p><strong> </strong><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Gab es besondere Erlebnisse mit den Kindern und Pferden, die Sie nachhaltig berührt oder geprägt haben?</p>
<p><strong>Christina Pavel: </strong>Es gab schon einige Erlebnisse und Momente, in denen ich um Fassung ringen musste. Eines dieser Erlebnisse fand mit meiner Tinker-Stute „Barbie“ statt. Die Stute habe ich vor zwei Jahren als Dreijährige gekauft. Nach einem Jahr Ausbildung fing ich an, Barbie als vierjährige in der tiergestützten Pädagogik behutsam einzusetzen. Dabei gab es einen Jungen, mit dem ich viel mit Barbie vom Boden aus gearbeitet habe. Für ihn war es anfänglich ein großer Schritt das Pferd anzufassen. Um es dem Jungen zu erleichtern, hat sich Barbie bei den Begegnungen mit dem Jungen  so entspannt,  dass sich der Junge auch allmählich entspannen konnte. Nach einiger Zeit haben wir beschlossen gemeinsam Bodenarbeit zu machen. Hierfür hatte sich der Junge einen Parcours überlegt, welchen er mit Barbie absolvieren wollte. Ich weiß nicht wieso, aber ich war in diesem Moment etwas unsicher. Der Junge schaute mich nur an und sagte: <em>„Was soll denn passieren? Barbie vertraut mir doch.“</em> Das hat mich so beeindruckt, denn er war derjenige, welcher in den vielen Einheiten zuvor sehr unsicher war. Schlussendlich haben beide den Parcours absolviert, als würden sie das schon jahrelang gemeinsam machen.</p>
<p>Ein weiteres bewegendes Erlebnis hatte ich bei einem Projekt mit einer Gesamtschule. Die Gruppe kam hauptsächlich aus dem Hauptschulzweig, bestand zu 90 % aus Jungs im Alter von zwölf bis siebzehn Jahren, welche keine große Lust auf das Projekt hatte. Das Projekt war so aufgebaut, dass wir drei Tage in der Schule waren und zwei Tage auf dem Hof. Nachdem ich die Grundlagen im Umgang mit Pferden geschaffen hatte, ging es am zweiten Tag bereits das erste Mal auf den Hof und die Jugendlichen hatten ihren ersten Pferdekontakt. Dabei sollte einer meiner Wallache aus dem Stall geholt werden, aber dieser entschied, aufgrund des Verhaltens der Gruppe, sich keinen Zentimeter zu bewegen. Nachdem wir die Situation eine Weile beobachteten, begannen wir darüber zu sprechen, wieso das Pferd nicht mit der Gruppe mitgehen mochte. Dabei kam von der Gruppe sehr viel Selbstreflexion. Es wurde überlegt, was das Pferd benötigt und welche Ressourcen notwendig sind, um den Wallach aus dem Stall zu holen.  Nach einiger Zeit schaffte dies die Gruppe auch. Solche Erlebnisse gab es den ganzen Vormittag und es war sehr spannend zu sehen, wie die Jugendlichen plötzlich angefangen haben, über sich und das andere Lebewesen nachzudenken. Das gesamte Projekt hat dazu geführt, dass am letzten Tag Gespräche über die Ängste und die Gefühle der Jungs in einer respektvollen Umgebung stattfanden. Das hat mich sehr beeindruckt.</p>
<p>Neben den großen beeindruckenden Momenten gibt es natürlich noch die kleinen Momente, bei denen man sich denkt „das war schön“. Wie zum Beispiel, wenn sich die Kinder an die Pferde anlehnen, diese umarmen und dabei das Fell und die Wärme spüren. Diese Beziehung und Bindung zwischen Kind und Pferd, welche geschaffen wird, ist so besonders und eine wichtige Grundlage für so viele Dinge im Leben.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: right;"><em>(Fotos: Christina Pavel)</em></p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Welchen Wert haben Pferde Ihrer Erfahrung nach für Kinder und Jugendliche? Warum ist der Kontakt zwischen Kind und Pferd so wichtig?</p>
<p><strong>Christina Pavel: </strong>Für mich ist der Beziehungsaufbau zwischen Kindern / Jugendlichen und den Pferden von großem Wert. Der Umgang fördert kognitive und motorische Kompetenzen, stärkt das Selbstwertgefühl, die Selbstwirksamkeit und das Selbstbewusstsein. Je nachdem mit welchem Auftrag die Kinder zu mir kommen, arbeiten wir auch an Schwierigkeiten im schulischen Kontext. So erhalten Kinder mit Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule oder Problemen in Deutsch oder Mathe durch den Umgang mit Pferden nochmals eine andere Unterstützung. Auch die Phantasie und die Kreativität der Kinder werden angeregt.</p>
<p><strong> </strong><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Der Reitstall Pavel wurde im September 2025 als Leuchtturmbetrieb ausgezeichnet. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung persönlich und für Ihren Betrieb?</p>
<p><strong>Christina Pavel: </strong>Für mich persönlich ist es eine Wertschätzung und Anerkennung für meine Arbeit bzw. unsere Arbeit. Es ist nicht nur die Arbeit am Kind, sondern auch die Ausbildung, das Konzept und Pferdemanagement sowie die Organisation, die dahinterstecken und nicht zu unterschätzen sind. Zudem zeigt die Auszeichnung, dass das Konzept Anklang findet, die eigene Person sowie der Betrieb gesehen werden und der Weg, auf dem man sich befindet, der Richtige ist. Auch für den Betrieb ist es ähnlich. Allein kann ich all das nicht stemmen, sondern es geht nur mit der Unterstützung meines Mannes und der super Arbeit unseren tollen Mitarbeiter*Innen. Diese Anerkennung und Sichtbarkeit der geleisteten Arbeit ist eine Motivation für unsere Mitarbeiter*Innen, unsere tägliche Arbeit und Weiterentwicklung.</p>
<p><strong> </strong><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Wie möchten Sie sich in das Netzwerk der Leuchtturmbetriebe einbringen und welche Erfahrungen möchten Sie besonders gerne mit anderen teilen?</p>
<p><strong>Christina Pavel: </strong>Ich habe den Wunsch und die Hoffnung nach Austausch. Vor allem, da es sich beim Reitsport um eine Sparte handelt, die nicht sonderlich groß ist. Gemeinsam sich zu bestärken und nicht als Konkurrenz zu agieren, sondern Wege und Chancen für die eigene Arbeit zu finden und zu erkennen ist mir wichtig. Durch ein Miteinander wird der Zugang zum Pferd erleichtert und es werden viel mehr Menschen wieder an das Pferd gebracht. Auch Erfahrungen zu teilen, ob positiv oder negativ sowie das gemeinsame Lernen und das Profitieren voneinander ist mir persönlich sehr wichtig und das erhoffe ich mir auch aus diesem Netzwerk.</p>
<p><strong> </strong><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Gibt es zum Abschluss noch etwas, das Ihnen persönlich besonders am Herzen liegt?</p>
<p><strong>Christina Pavel: </strong>Es ist wichtig Mut zu haben. Nicht nur bei der Umsetzung, sondern auch dahingehend sich professionell aufzustellen, sodass alles Hand und Fuß hat. Eine richtige Aus- bzw. Weiterbildung ist wichtig. Es gibt genug Verbände und Dachverbände, die eine qualitative Ausbildung gewährleisten. Wenn das Konzept gut und professionell aufgestellt ist, kann wirklich viel erreicht werden. Jeder braucht doch ein „bisschen Pferd“ in seinem Leben.</p>
<p><strong> </strong><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Vielen Dank für das Interview und Ihre tolle Arbeit!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-christina-pavel-vom-reitstall-pavel/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Christina Pavel vom Reitstall Pavel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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		<title>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Carmen Adamietz</title>
		<link>https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-carmen-adamietz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Apr 2025 06:46:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesweite Leuchttürme]]></category>
		<category><![CDATA[Carmen Adamietz]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde für unsere Kinder e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[PonyRanch by CF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-carmen-adamietz/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Carmen Adamietz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Carmen Adamietz</h1>
<p><strong>Carmen Adamietz ist ausgebildete Reittherapeutin und Reitpädagogin. Sie betreibt seit 2003 die Appaloosazucht CF Appaloosa Horses. Bei der Ausbildung von Pferd und Reiter setzt Frau Adamietz auf alternative Methoden. So gründete sie im Jahr 2020 die PonyRanch by CF, welche ganzheitlich als Reitpädagogikbetrieb arbeitet.</strong></p>
<p>„Pferde für unsere Kinder e.V.“ wollte von Carmen Adamietz wissen: Aus welchen Gründen hat sie sich für diesen Weg entschieden? Was steckt hinter dem Konzept ihrer PonyRanch by CF? Wie wird ihr Ansatz von den Kindern und Eltern angenommen und warum ist es so wichtig, Kinder mit Pferden bzw. Tieren in Berührung zu bringen?</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Frau Adamietz, die Ausbildungswege im Pferdesport sind sehr vielfältig. So haben Sie Kurse, Abzeichen und Turniere im Westernreiten bestritten. Sie begannen  im Jahr 2003 mit der Appaloosazucht und absolvierten von 2010 bis 2012 Ihre Ausbildung zur Reittherapeutin und Reitpädagogin. Warum haben Sie sich für diesen Weg entschieden?</p>
<p><strong>Carmen Adamietz: </strong>Die Reitweise war nicht unbedingt eine bewusste Entscheidung. Wir haben in der Familie seit 1978 Pferde, schon mein Vater ist geritten. Seitdem war der Schwerpunkt das Wander- und Westernreiten, welches in seiner Leichtigkeit überzeugt. Durch ein Geschäft meines Vaters im Jahr 1985, bei welchem er eine alte Norwegerstute gegen ein Pferd aus unklarer Herkunft  eintauschte, kam ich über das Aussehen des Pferdes und meine Recherche auf den Appaloosa. Nachdem ich das Buch „Appaloosa“ von Karola von Hodenberg ausgiebig studierte, kam irgendwann der Wunsch auf, einmal einen echten Appaloosa mit Papieren zu besitzen. Eher durch einen Zufall sind mein Mann und ich im Jahr 2001 zu einer Quarter-Stute gekommen und diese war die Mutter unseres ersten Appaloosa-Fohlens 2003. Als wir die Quarter-Stute hatten, kam ein Bekannter und wollte unbedingt von seinem Appaloosa-Hengst ein Fohlen züchten, um die Farbgenetik zu demonstrieren. Zudem hatte der Bekannte zu dieser Zeit einen hübschen zweijährigen Appaloosa-Hengst, welchen mein Mann bekommen hat. So waren die Appaloosa, die ich immer haben wollte, da.</p>
<p>Meine Ausbildung zur Reittherapeutin hat tatsächlich einen beruflichen Grund. Ich wollte in der Schule mehr als nur in dem Bereich der Ganztagesschule tätig sein. Aus dem Grund, dass ich studierte Innenarchitektin bin und kein pädagogisches Studium absolvierte, habe ich gemeinsam mit meiner Chefin geschaut, was ich machen kann, um einen pädagogischen Background zu erhalten. Dabei haben wir festgestellt, dass der Katalog für pädagogische Fachkräfte in Schwerpunktschulen, also in Schulen für Kinder mit Förderbedarf, recht offen ist. So entschied ich mich für die Ausbildung zur Reittherapeutin und Reitpädagogin, um die geeignete Qualifikation für die Arbeit mit Kindern am Pferd zu haben. Der Einstieg an der Schule erfolgte dann über das AG-Angebot „Alles rund ums Pferd“.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Im Jahr 2020 gründeten Sie die PonyRanch by CF. Hier unterrichten Sie nach dem naturalPony Konzept. Was bedeutet das?</p>
<p><strong>Carmen Adamietz: </strong>Wir machen sehr viel Horsemanship. Auch mit unserer Pferdezucht. Uns geht es darum, das Pferd über Kommunikation, Bodenarbeit und Körpersprache zu einem Partner zu machen. Es wird nur mit minimalen Signalen und Hilfen gearbeitet. Dabei kam mir die Idee, diesen Bereich mit dem Bereich des ganzen Fach- und Sachwissens rund um das Pferd zu verknüpfen: Also die Bedürfnisse des Pferdes, was ein Pferd benötigt, wie ein Pferd zu führen ist und wie ich die Sprache des Pferdes richtig deute. Hieraus ist die Kooperation mit dem Kindergarten im Ort gewachsen. Seit 2009 arbeiten wir im Rahmen von pferdegestützten Projekten gezielt mit Vorschulkindern an verschiedenen Basiskompetenzen, sodass die Kinder gestärkt in die Schulzeit starten. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Wie wird das Konzept Ihrer Projekte und Ihrer Reitschule von den Eltern angenommen?</p>
<p><strong>Carmen Adamietz: </strong>Es ist tatsächlich so, dass die Eltern gerade wegen des Konzeptes zu mir kommen. Sie wünschen sich, dass die Kinder nicht mit Leistungsdruck oder Zwang lernen, sondern mit einer spielerischen Leichtigkeit. Ich beobachte, dass manche Eltern ihre Kinder zu mir schicken, weil sie wissen, dass das Kind in irgendeiner Art und Weise irgendwelche Probleme hat – sei es in der Wahrnehmung, im Sozialem oder in der Motorik.</p>
<p>Vielen Eltern ist es auch wichtig, dass die Kinder ganzheitlich lernen: Also von der Pflege und dem richtigen Putzen, über Bodenarbeit und den Umgang mit dem Pferd bis zum Stalldienst. Die Kinder sollen lernen, dass mehr dazu gehört, als einfach nur auf einem Pferd zu sitzen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Mit Ihrem Betrieb haben Sie Interesse geäußert, Leuchtturmbetrieb von „Pferde für unsere Kinder“ zu werden. In diesem Rahmen werden Sie auch Ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Was motiviert Sie dazu?</p>
<p><strong>Carmen Adamietz: </strong>Ich möchte den Menschen zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, Kinder mit Ponys oder mit Pferden zu fördern und zu stärken. Eine ganzheitliche Förderung, ein anderer Weg zum Pferd, ein anderer Blick auf das Pferd. Auch ein anderes Verständnis für das Pferd.</p>
<p>Den Menschen, die sich für die Reitpädagogik interessieren, möchte ich  das Gefühl vermitteln, was ich alles fördern kann ohne, dass ich dem Kind Papier und Stifte in die Hand gebe und dass ich Möglichkeiten weit über den Reitplatz hinaus habe.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Welchen Wert hat das Pferd aus Ihrer Erfahrung heraus für Kinder und Jugendliche? Und warum ist der Kontakt zum Pferd so wichtig?</p>
<p><strong>Carmen Adamietz: </strong>Pferde sind echt. Pferde sind klar. Sie lügen und werten nicht. Diese Echtheit des Pferdes auf die Kinder wirken zu lassen. Dem Kind einfach zu erklären, wie positiv das Pferd auf das Kind reagiert. Und wie gut es dem Pferd gerade tut, an einer bestimmten Stelle geputzt zu werden. Das hilft dem Kind, Empathie und Selbstbewusstsein zu erlangen. Auch Respekt und Sorgfalt werden durch die Pferde vermittelt.</p>
<p>Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Erlernen von Empathie und Respekt gegenüber einem anderen Lebewesen über das Pony wesentlich besser funktioniert, als zwischenmenschlich in einer Kindergruppe. In der Schule ist es zum Beispiel der Hund, den wir gelegentlich mitnehmen. Wenn wir sagen „ihr seid für den Hund zu laut“ ist es sofort ruhig oder es wird nur noch geflüstert, wenn wir mit dem Hund den Raum betreten. Es wird dem Hund mehr Achtung gezollt als uns gegenüber. Auch wird durch den Kontakt zum Pony die Persönlichkeit gestärkt. Je sicherer die Kinder mit dem Pony umgehen können, je besser die Aufgaben mit dem Pony gemeistert werden, desto selbstbewusster und sicherer werden Kinder in ihrem Alltag. All das sind Faktoren, die den Wert des Pferdes für Kinder und Jugendliche widerspiegeln. Manchmal helfen sie bei den Teenagern auch, über Lebenskrisen und Liebeskummer hinweg.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Nicht nur Kinder und Jugendliche möchten Sie im Umgang mit dem Pferd schulen, sondern auch Erwachsene. Was sind hier Ihre Pläne für die Zukunft?</p>
<p><strong>Carmen Adamietz: </strong>Eltern, die mit ihren Kindern zu mir kommen, aber auch Menschen mit Pferde-Background oder mit pädagogischem Hintergrund interessieren sich für die Arbeit mit Kindern und Pferden und würden gerne mehr wissen und lernen. Meine Pläne sind, diese Menschen ganz individuell in den Themenfeldern Pädagogik und Pferd für die Arbeit mit Kind und Pferd zu schulen. Denn jeder hat einen ganz anderen Wissens- und Erfahrungsschatz, den er aus seinem beruflichen und privaten Umfeld mitgenommen hat. Alles nach unserem <em>naturalPony-Horsemanship-Gedanken</em>.</p>
<p>Individuell auf das Gegenüber zugeschnitten. Die Menschen zu sensibilisieren und zu fördern und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie ihr Können und ihr Potential mit dem noch fehlenden Wissen zielgerichtet in die Arbeit mit Pferden und Kindern oder Menschen integrieren können.<strong>  </strong></p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Vielen Dank für das Interview und Ihre tolle Arbeit!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-carmen-adamietz/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Carmen Adamietz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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		<title>Westfalenpferde – Der Podcast: Die Zukunft des Pferdes in der Gesellschaft mit Dr. Christina Münch</title>
		<link>https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/westfalenpferde-der-podcast-die-zukunft-des-pferdes-in-der-gesellschaft-mit-dr-christina-muench/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2025 06:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interna]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[10-jähriges Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde für unsere Kinder e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Westfalenpferde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/westfalenpferde-der-podcast-die-zukunft-des-pferdes-in-der-gesellschaft-mit-dr-christina-muench/">Westfalenpferde – Der Podcast: Die Zukunft des Pferdes in der Gesellschaft mit Dr. Christina Münch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Westfalenpferde – Der Podcast: Die Zukunft des Pferdes in der Gesellschaft mit Dr. Christina Münch</h1>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder“ im Gespräch mit <a href="https://westfalenpferde.de/" target="_blank" rel="noopener">Westfalenpferde</a> – Frau Knaup stellte viele spannende Fragen an die erste Vorsitzende Dr. Christina Münch:</strong><br />Wie entstand der Verein &#8222;Pferde für unsere Kinder&#8220; und wie hat sich dieser weiterentwickelt? Welche Visionen hat und hat Sie für den Verein &#8222;Pferde für unsere Kinder&#8220;? Welche positiven Effekte hat das Pferd auf Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene? Wie schafft es der Verein Kinder nicht nur symbolisch durch das Holzpferde-Projekt an das Pferd heranzubringen, sondern auch an das echte Pferd?</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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						<div class="et_pb_blurb_description"><p>Weiter lesen</p></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-carmen-adamietz/">Nächster Artikel</a></h4>
						<div class="et_pb_blurb_description"><p>Weiter lesen</p></div>
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		<title>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview: &#8222;Reiten im Kindergarten&#8220;</title>
		<link>https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-reiten-im-kindergarten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Oct 2023 06:39:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA["Pferde für unser Kinder e. V."]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermeister Franz Abele]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde Legau]]></category>
		<category><![CDATA[Kita Arche Noah]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten im Kindergarten]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview: &#8222;Reiten im Kindergarten&#8220;</h1>
<p><strong>In der Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Legau haben die Kinder die Möglichkeit, das Pferd hautnah zu erleben. Durch das Angebot des pädagogischen Reitens lernen die Kinder nicht nur Wissen über Pferde, sondern schulen ihre Grob- und Feinmotorik, die sozial-emotionale Kompetenz und setzen sich aktiv mit dem Tier und anderen Kindern auseinander. Um das Projekt allen Kindern der Kindertagesstätte kostenlos anbieten zu können, erhält die Einrichtung neben der finanziellen Unterstützung des Elternbeirats und Spender, Rückhalt von der Gemeinde Legau und dem ersten Bürgermeister, Franz Abele.</strong></p>
<p><em>Im gemeinsamen Gespräch mit Franziska Czasch, Kita-Leitung „Arche Noah“ und Franz Abele, erster Bürgermeister Markt Legau, wollte „Pferde für unsere Kinder e.V.“ wissen: Wie passt das Pferd in das Konzept und die Philosophie der Kita „Arche Noah“? Welche Erfahrungen wurden mit dem pädagogischen Reiten in der Einrichtung gemacht? Aus welcher Motivation heraus, befürwortet die Gemeinde das Reiten im Kindergarten? Und, welchen Einfluss hat das Pferd aus Ihren Erfahrungen heraus für die Kinder?</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: right;"><em>(Fotos: Kindertagesstätte &#8222;Arche Noah&#8220;)</em></p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Frau Czasch, in Ihrer Einrichtungen bieten Sie pädagogisches Reiten für die Kinder an. Wie passt das Pferd in das Konzept und die Philosophie der Kindertageseinrichtung?<br /><strong>Franziska Czasch:</strong> Wir sind eine sehr ländliche Region und mit den Kindern daher auch viel draußen in der Natur. Für uns ist die Bewegung sehr wichtig. Zudem arbeiten wir im Kindergarten nach einem offenen Konzept. Den Ponyhof haben wir als Bildungsraum bzw. als Funktionsbereich bei uns mit aufgenommen, sodass die Kinder diesen auch im Freispiel nutzen können. Der Ponyhof ergänzt u. a. die Persönlichkeitsentwicklung unserer Konzeption, weil die Kinder dort ganzheitlich gefördert werden: kognitiv, sozial und emotional. So werden alle Entwicklungsbereiche angesprochen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Angebot des pädagogischen Reitens in Ihrer Einrichtung gemacht?<br /><strong>Franziska Czasch:</strong> Wir haben den Ponyhof seit vielen Jahren bei uns integriert. Seit nun mehr zwei Jahren konnten wir diesen fest bei uns aufnehmen. Der Ponyhof ist für uns eine wahnsinnige Bereicherung: Für die Kinder und auch für die Kollegen, weil dort die ganzheitliche Förderung einfach spielerisch stattfinden kann. Die Kinder erlernen die sozialen Kompetenzen, indem sie Absprachen treffen, miteinander am Pferd agieren, sie müssen Rücksicht nehmen und brauchen Mut, um sich zu überwinden. Denn es gibt auch Kinder, die am Anfang skeptisch sind und Angst haben. Irgendwann tauen diese Kinder auf und trauen sich mehr zu. Zudem lernen die Kinder viele Sachen, die sie später in der Schule brauchen. Zum Beispiel beim Striegeln die Körpermitte zu überkreuzen. Oder Handlungsabläufe planen, wie „Was benötige ich zum Striegeln? Wie richte ich meinen Arbeitsplatz her?“ Das müssen sie in der Schule genauso machen. Aufgrund dessen, haben wir das Angebot einmal pro Woche fest in unser Vorschulangebot integriert.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Herr Abele, mit Ihrer Gemeinde befürworten Sie das Reiten in der Kindertagesstätte „Arche Noah“. Aus welcher Motivation heraus hat sich Ihre Gemeinde dazu entschieden?<br /><strong>Franz Abele:</strong> Die Gründe sind natürlich vielschichtig. Wir sind hier zwar im ländlichen Raum, wie Frau Czasch bereits angesprochen hat, aber dennoch stellen wir fest, dass sich die Kinder und Jugendlichen immer mehr von der Natur entfernen. Wir sehen das in vielen Bereichen. Deshalb ist es wichtig, dass wir wieder einen Bezug zu den Tieren herstellen. Was früher selbstverständlich war, ist heute bei weitem nicht mehr selbstverständlich. Durch das Reiten zur Natur zurückzufinden, ist für die Kinder eine ganz große Motivation. Aber es ist auch sehr wichtig, dass die Kinder dabei wieder an die Tiere herangeführt werden. Durch das Angebot können wir den Kindern wieder zeigen, wo alles herkommt und einen Bezug zur Natur herstellen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Der Kontakt zum Pferd und der Umgang mit dem Pferd fördert nicht nur die Motorik der Kinder, sondern trägt auch zur persönlichen Entwicklung von Kindern zu mitfühlenden und verantwortungsbewussten Menschen bei. Frau Czasch, welchen Einfluss hat das Pferd aus Ihren Erfahrungen heraus für Kinder?<br /><strong>Franziska Czasch:</strong> Wir haben viele integrative Kinder bei uns im Haus und der Unterschied in der Einrichtung und beim Ponyhof ist manchmal sehr extrem. So hatten wir mal ein Kind, das im Haus sehr aggressiv war und viel mit anderen Kindern in Konflikt geraten ist. Auf dem Ponyhof war das Kind wie ausgewechselt. Es war am Pferd total liebevoll und vollkommen entspannt. Dieses Phänomen konnten wir bereits öfters beobachten. Vor allem eher auffällige Kinder oder Kinder, die in ihrer Wahrnehmung Schwierigkeiten haben, finden in der Zusammenarbeit mit den Tieren zu sich selber und verhalten sich vollkommen anders.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Herr Abele, ganz allgemein gefragt, welchen Wert hat das Pferd für Sie? Und, welchen Einfluss hat Ihrer Meinung nach das Pferd auf Kinder?<br /><strong>Franz Abele:</strong> Früher war es noch so, dass man in den Landwirtschaften häufig noch Pferde hatte. Daher konnte ich Erfahrungen mit Pferden in meiner Kindheit machen und bin auch einmal von einem Pferd gefallen. Aber auch diese Erfahrungen müssen gemacht werden. Bei dem Umgang mit Pferden darf nicht vergessen werden, dass dabei auch eine gewisse Gefahr besteht. Daher werden Leute benötigt, die mit Pferden umgehen können. Zudem ist, wie bei allem, ein gewisses Risiko vorhanden – auch für die Kinder. Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder lernen damit umzugehen. Sie müssen wissen, dass sie nicht einfach alles machen können, denn ein Pferd ist nicht immer berechenbar. Sie müssen lernen mitzudenken. Beim Umgang mit den Tieren ist es wichtig zu lernen, das Verhalten so zu steuern, dass das Risiko, dass etwas passiert, minimiert wird. Außerdem müssen die Kindern frühzeitig lernen Verantwortung für ein Tier, sich selber und im Umgang untereinander zu tragen. Es ist auch wichtig einmal zu sagen „Stopp! Dieses Verhalten akzeptiert das Pferd nicht.“ oder „So darfst du das nicht machen, sonst kann etwas passieren.“. Insbesondere bei einem falschen Verhalten besteht hier einfach ein gewisses Gefährdungspotenzial. Zudem ist beim Umgang mit den Pferden auch Disziplin erforderlich, welche die Kinder im Umgang mit den Tieren erlernen.</p>
<p><strong>„Pferde für unser Kinder e.V.“:</strong> Durch den Umgang mit dem Pferd wird bei den Kindern auch das Bewusstsein für die Natur und Umwelt gefördert. Welche weiteren Projekte / Maßnahmen werden in der Kindertagesstätte „Arche Noah“ durchgeführt, die das Natur- und Umweltbewusstsein der Kinder fördern?<br /><strong>Franziska Czasch:</strong> Wir sind zusätzlich eine zertifizierte Kneipp-Einrichtung, also eine Kneipp-Kita. Das bedeutet, dass wir mit den Kindern täglich draußen sind und sehr viel zum Thema „Kräuter“ machen. Wir haben im Garten eine Kräuterschnecke, die die Kinder selber bepflanzen und ernten dürfen. Die geernteten Kräuter werden anschließend im hauseigenen Frühstückangebot mitangeboten. Wir sind sehr bemüht, dass die Kinder an die Natur und das Umweltbewusstsein herangeführt werden. Hierfür finden immer mal wieder kleine Projekte statt. So haben wir zum Beispiel mit den Vorschulkindern Müll im Garten eingesammelt.</p>
<p><strong>„Pferde für unser Kinder e.V.“:</strong> Herr Abele, welche weiteren Projekte oder Thementage, die das Natur- und Umweltbewusstsein der Kinder fördern, gibt es in Ihrer Gemeinde?<br /><strong>Franz Abele:</strong> Wir haben eine große Umweltbildungseinrichtung bei uns in Legau. Dort werden viele Kinder in den Ferien mitbetreut und mitbeschult und es finden verschiedene Expeditionen von Schulklassen statt. Die Kinder werden dort wieder zur Natur hingeführt. Denn der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur ist sehr wichtig und hat im weitesten Sinne auch mit den Tieren, die dort leben zu tun. Wenn ich mit den Pädagogen im Gespräch bin, ist es teilweise sehr bedenklich, wie wenig Bezug, die Kinder heutzutage zur Natur, den Tieren und der Landwirtschaft haben. Dabei hat vieles seinen Ursprung in der Landwirtschaft. Zudem haben wir bei uns in Illerwinkel einen Leonhardiritt. Hier wird auch immer wieder ganz deutlich aufgezeigt, welche Bedeutung die Tiere für die Landwirtschaft haben.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Haben Sie noch Anregungen für uns oder etwas, dass Ihnen besonders am Herzen liegt?<br /><strong>Franziska Czasch:</strong> Das Reiten im Kindergarten wird für die Kinder im Haus kostenfrei angeboten und darf von allen Kindern in Anspruch genommen werden. Zurzeit wird das Angebot hauptsächlich über Spenden finanziert. Dass allen Kindern die gleichen Bildungsangebote zur Verfügung stehen, ist uns sehr wichtig, weil es auch Familien gibt, die sich das nicht leisten können. Jedoch ist die finanzielle Regelung immer wieder schwierig. Unser Elternbeirat ist zwar sehr bemüht, das Angebot über Spenden, die zum Beispiel durch den Verkauf von Marmelade oder Kuchen erzielt werden, zu finanzieren. Dennoch bedarf es viel Einfallsreichtum, um das Angebot kostenfrei für alle Kinder anbieten zu können. Daher würden wir uns wünschen, dass es einen Zuschuss gibt, um das Reiten weiterhin für alle anbieten zu können.<br /><strong>Franz Abele:</strong> Mir persönlich wäre wichtig, dass das gesamte Thema, was die Landwirtschaft und den Umgang mit Tieren, auch mit Nutztieren, betrifft, in der Schule und in den Kindertagesstätten in die Mitte gestellt wird. Aktuell fehlt es in den Bereichen Landwirtschaft, Nutztierhaltung und Freizeitsport mit Pferden an Wertschätzung, weil die Menschen oft falsch informiert sind und durch die Virtualisierung den Bezug zu diesen Bereichen mehr und mehr verlieren. Diese Themen sollten, meines Erachtens, ein fester Bestandteil in der Schule in einem Schulfach sein. Natürlich gibt es bereits Orientierungstage bei denen eine Landwirtschaft besucht wird aber das ist zu wenig, um alles kennenzulernen, wie zum Beispiel die Herkunft und Herstellung von landwirtschaftlichen Nahrungsmitteln. Diese Themen müssen wieder mehr in die Schule und in die Schulfächer miteingebracht werden. Beginnend in den Kindertagesstätten.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Herzlichen Dank für das Interview.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-reiten-im-kindergarten/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview: &#8222;Reiten im Kindergarten&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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		<title>&#8222;Pferde für unsere Kinder&#8220;-Interview: „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“</title>
		<link>https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-interview-ponys-fuer-unsere-kinder-in-der-heimunterbringung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 2023 12:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Doris Heinze]]></category>
		<category><![CDATA[F & H Wohnprojekte gGmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Maya Ritter]]></category>
		<category><![CDATA[pferdegestützte Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung]]></category>
		<category><![CDATA[Reittherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-interview-ponys-fuer-unsere-kinder-in-der-heimunterbringung/">&#8222;Pferde für unsere Kinder&#8220;-Interview: „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>&#8222;Pferde für unsere Kinder&#8220;-Interview: „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“</h1>
<p><strong>Das Pilotprojekt „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“ soll den Kindern und Jugendlichen der F &amp; H Wohnprojekte gGmbH die Möglichkeit geben, mit Ponys in Berührung zu kommen. Neben der F &amp; H Wohnprojekte gGmbH, sind der Ponyhof Wolteritz e. V. und Maya Ritter, Fachkraft für tiergestützte Intervention, Förderung und Pädagogik, am Projekt beteiligt.</strong></p>
<p><em>„Pferde für unsere Kinder e.V.“ wollte von den Projektbeteiligten wissen: Was steckt hinter „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“? Aus welcher Motivation heraus stellen sie sich dieser Aufgabe? Welche Wirkung zeigt der Umgang mit Pferden auf Kinder – insbesondere auf Kinder in konflikthaften Lebenssituationen und warum ist der Umgang mit Pferden bzw. Ponys so wichtig für die Kinder in der Heimunterbringung?</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Mit Ihrem Pilotprojekt „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“ möchten Sie Kindern und Jugendlichen, die in Heimen untergebracht sind und sich zum Teil in schwierigen Lebenssituationen befinden, den Kontakt zu Pferden bzw. Ponys ermöglichen. Können Sie uns das Projekt näher erläutern?<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Das Projekt ist zum einen durch den Ponyhof Wolteritz meiner Eltern entstanden und zum anderen durch meine Anstellung bei der F &amp; H Wohnprojekte gGmbH und unseren Wohngruppen-Hund. Hier konnte ich erfahren, welchen sehr guten Zugang die Hündin zu den Kindern, die durch ihre Impulsausbrüche teils selbstzerstörerisch handeln, bekommen hat. Dadurch ist die Idee eines Projektes mit Pferden entstanden. Das Projekt ist in dieser Form bisher einmalig und wurde von uns ganz neu gestartet: mit „Pferde für unsere Kinder“ als finanzieller Unterstützer. Beim Projekt geht es nicht nur darum, zu reiten oder sich auf das Pferd zu setzen, sondern wir sind mit den Kindern auf dem Hof und bereiten alles vor. Wir erlernen Ruhe und Ausgeglichenheit, die die Kinder &#8211; außerhalb der Wohnung erst noch erlernen müssen und wir lernen dabei unsere neuen Grenzen kennen. Wir misten den Stall aus, bringen die Pferde auf die Koppel und machen auch sonst alles, was rund um das Pferd dazugehört.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Frau Ritter, als Angestellte der F &amp; H Wohngruppen gGmbH und Tochter der Besitzerin des Ponyhof Wolteritz e. V., übernehmen Sie die Durchführung des Projektes auf dem elterlichen Ponyhof. Aus welcher Motivation heraus stellen Sie sich der Aufgabe, Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Lebensverhältnissen mit Pferden bzw. Ponys in Kontakt zu bringen?<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Ich bin auf dem Hof meiner Eltern mit Pferden groß geworden und konnte dadurch miterleben, welchen Einfluss der Umgang mit Pferden auf die Kinder hat. Es war immer zu beobachten, wie toll sich die Kinder auf den Pferden und in den Reitstunden entwickelt haben, wie viel Selbstbewusstsein sie mitgenommen haben. Auch die Eltern kamen zu uns und berichteten uns über die gute Entwicklung ihrer Kinder. Diese Möglichkeiten, also das Pferd zu erleben, haben Heimkinder nicht. Dies wurde mir erst bewusst, als ich angefangen habe, in diesem Bereich zu arbeiten. Die Kinder haben keine Eltern, die ihre Reitstunden finanzieren können. Eine Finanzierung von Jugendämtern und Städten ist quasi ausgeschlossen bzw. noch nicht vorhanden. Diese Wege zu den Tieren zu finden, diese Möglichkeit das Selbstvertrauen aufzubauen und diese Erlebnisse zu haben, gibt es für die Heimkinder nicht. Aus dieser Motivation heraus möchte ich den Heimkindern den Kontakt zum Pferd ermöglichen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Frau Heinze, als Geschäftsführerin der F &amp; H Wohnprojekte gGmbH, sehen Sie die Reittherapie als ergänzenden Baustein Ihres vielfältigen Angebots für die Kinder und Jugendlichen. Was erhoffen Sie sich von diesem Projekt für die Kinder?<br /><strong>Doris Heinze:</strong> Wir sind zuerst einmal ganz froh, dass wir unsere Maya Ritter haben, sodass wir das Projekt mit ihren Erfahrungen starten konnten. Das sind für uns ganz neue Wege. Wir haben bisher hauptsächlich in der klassischen Heimerziehung auf der Basis von allgemeinen heilpädagogischen Grundsätzen arbeiten können. In der praktischen tiergestützten Umsetzung weniger. Mit Beginn der Beschäftigung von Maya Ritter in unserer Wohngruppe 4, haben wir vermittelt bekommen, dass es in der Heilpädagogik noch ganz andere Wege gibt. Den Weg, unsere Kinder und Jugendliche, über einen engen Kontakt mit Pferden, überhaupt mit Tieren zu erreichen, ist einer der wichtigsten Erfahrungen, die wir als Träger machen konnten. Wir erhoffen uns mit dem jetzt gestarteten Reitprojekt, dass unsere Kinder eine neue Reizquelle erfahren. Einen neuen Bezugs- und Beziehungskontakt haben, den sie dort aufnehmen können. Es werden eingefahrene Verhaltensmuster aufgebrochen und neue erlebnisreiche Situationen geschaffen. Neue Verhaltens- und Reaktionswege werden durch das Projekt ermöglicht. Zudem erfolgt eine ganz andere Art der Kommunikation mit den Tieren, als die zwischenmenschliche verbale und nonverbale Kommunikation. Diese Kommunikation kann natürlich ganz unterschiedlich stattfinden: durch streicheln, ansprechen und füttern. Aber auch durch das Pflegen erfolgt eine Art Kommunikation, die unsere Kinder erleben und erleben dürfen. Wir möchten mit dem Umgang von Tieren die Verhaltensmuster von Kindern verändern. Gerade, wenn wir Kinder haben, die ganz erhebliche Störungen im sozial-emotionalen Bereich haben, möchten wir mit unseren Pferden eine Veränderung bewirken. Zudem wünschen wir uns, durch die Interaktion mit den anderen Kindern, die auf dem Hof sind, die Kommunikation, das Selbstwertgefühl und das Vertrauen der Kinder zu stärken: Dass das soziale Gefüge verändert wird, mehr Verantwortung übernommen wird und sich mehr Respekt und Achtung entwickeln kann. Zu den allgemeinen Aspekten, die wir uns erhoffen, gibt es noch einige spezifische Punkte. Im individuellen Bereich erhoffen wir uns einen schnelleren Vertrauensaufbau, das ist ganz wichtig. Das schaffen wir Erzieher, wir Pädagogen oft nur sehr langsam. Hier nutzen wir die Tiere als Brücke. Insbesondere Pferde haben in diesem Bereich für uns einen sehr hohen Stellenwert. Zudem wollen wir die Motivationslage stärken. Das heißt, unsere Kinder sagen sehr oft „Nein, das möchte ich nicht“ oder „Nein, das wollen wir nicht“. Aber, sobald Tiere, insbesondere Pferde mit im Beziehungsaufbau stehen, sagen unsere Kinder „Ja, wir wollen“, „Ja, wir möchten“ oder „Wann geht es wieder zum Hof“. So entsteht eine ganz andere Motivationsgrundlage. Im sozialen Bereich erlernen die Kinder Respekt, Achtung, Wertschätzung, das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen wird gestärkt. Es werden Ängste abgebaut, die ganz tief im Verborgenen sind. Wir haben unsere Kinder schon erleben können, wie sie sich durch den Umgang mit Pferden, emotional fallen lassen, obwohl die Tiere größer, mächtiger, gewaltiger sind als unsere kleinen Kinder. Sie vertrauen den Pferden und können sich auf den Sattel richtig entspannen und auch träumen. Das ist wirklich sehr beachtlich. Auch werden die Kinder im sozialen Bereich offener, kommunikativer, kooperativer, bauen Aggressionen ab und die Frustrationsgrenze geht nach oben. Nicht jede Kleinigkeit führt mehr bei den Kindern zur sofortigen Eskalation. Dass unsere Hoffnungen und Erwartungen, die wir in diese Therapie haben, mehr als erfüllt werden, konnten wir bereits feststellen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Unser Verein übernimmt für den Start des Projektes die Finanzierung für die Reittherapie der Zwillinge A. und E. Seit Mai 2023 haben die beiden Kinder nun die Möglichkeit einmal wöchentlich den Ponyhof zu besuchen. Welche Erfahrungen wurden hierbei auf dem Ponyhof gemacht? Wie nehmen die Zwillinge die Therapie an?<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Am Anfang waren die beiden Kinder sehr skeptisch und eher zurückhaltend. Die Pferde sind eben groß und wirken erst einmal ein wenig angsteinflößend. Vor allem, wenn man noch nie Kontakt zu Pferden hatte. Deswegen war der Fokus in den ersten Wochen darauf, Kontakt zu knüpfen, Vertrauen aufzubauen, sich gegenseitig kennenzulernen, sich heranzutasten, sich näher zu kommen. Das ging bei den Zwillingen wirklich super gut. Sie haben schnell Vertrauen aufgebaut und fanden auch ziemlich schnell ihre Lieblingsponys. Die Kinder konnten von Beginn an ihre Ponys frei wählen. Dafür bietet der Ponyhof eine große Auswahl: von einem Shetlandpony mit einer Größe von einem Meter bis zu einem ehemaligen Rennpferd mit einem Stockmaß von 1,60 m. Durch die freie Wahl ihres Ponys war der Vertrauensaufbau einfach gut und sie konnten sich ein bisschen in dem jeweiligen Pferd bzw. Pony wiederfinden. Bei den Zwillingen war es zudem so, dass sie viele Informationen aufgenommen haben. Sie wollten total viel wissen und haben im Anschluss auch viel in der Wohngruppe wiedergegeben. Die Konzentration über einen längeren Zeitraum fiel beiden am Anfang sehr schwer. So sind wir zum Beispiel beim ersten Mal ins Auto eingestiegen und die Jungs sind innerhalb von zwei Minuten eingeschlafen. Das hat sich aber merklich gebessert und die Konzentration ist im Laufe der Zeit gestiegen. Mittlerweile sind sie richtige kleine Profis geworden im Umgang mit den Ponys und der Besuch beim Ponyhof ist zum Highlight der Woche geworden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Wurden auch Änderungen im Verhalten der Zwillinge in den Gruppen von anderen Angestellten festgestellt?<br /><strong>Doris Heinze:</strong> Die Zwillinge hatten zu Beginn, neben dem erheblichen eigen-und fremdgefährdeten Verhalten, sehr große Sprachdefizite. Es klang so, als würden sie in einer eigenen Sprache sprechen, die nur sie verstehen konnten. Durch den Umgang mit den Pferden, haben sich das Sprachverständnis und die Sprache um ein Vielfaches verbessert. Das ist nochmals eine Quelle gewesen, die wir über die Logopädie nicht erreicht haben, jedoch über den intensiven Kontakt mit den Pferden. Zudem hatten die Zwillinge kein Durchhaltevermögen, dieses haben sie nun, können sich konzentrieren und sind lernbereit. All das sind Fortschritte, die bei den Zwillingen nun spürbar sind. Durch die verbesserte Kommunikation können sich die Zwillinge besser in das Gruppengefüge einfügen. Was wiederum zu einer besseren Gruppendynamik in der Wohngruppe geführt hat.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Konnten bereits erste Etappenziele seit Beginn der Reittherapie erreicht werden?<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Unser Ziel war es, auf die Einschulung der Zwillinge hinzuarbeiten. Das war bei den beiden Jungs ein ganz großes Problem, weil die Frustrationstoleranz so gut wie gar nicht gegeben war. Bereits bei kleinen Dingen verloren die Zwillinge sehr rasch die Geduld. Das merkte man am Anfang zum Beispiel beim Schließen der Schnallen von der Trense, also dem Kehl- und Nasenriemen. Das ging zum einen motorisch nicht und zum anderen war die Frustration zu groß, um das überhaupt motorisch üben zu können. So hat am Anfang die Therapiestunde daraus bestanden, die Schnallen zu schließen und sich heranzutasten, weil die Frustrationsgrenze dort bereits erreicht war. Mittlerweile schnallen die Jungs die Trense von alleine zu. Ich helfe zwar noch und trense die Ponys auf, aber die Schnallen werden von alleine geschlossen. Die Selbstzweifel und der Frust sind nicht mehr so groß und es wird nicht mehr gleich aufgegeben. Das sind wirklich unglaubliche Fortschritte, die wir gemacht haben. Auch motorisch hat sich einiges getan. Die Bewegungsabläufe sind besser geworden. Früher sind die Zwillinge viel herumgesessen und haben ferngesehen. Dadurch hatten sie auch recht schnell Muskelkater und Probleme mit den Sehnen und Bändern, sobald sie sich auf die Pferde setzten. Schon alleine das Spreizen der Beine auf dem Pferderücken verursachte am Anfang erhebliche Probleme. Und jetzt hatten sie an diesem Wochenende bereits ihr erstes Hofturnier. Wobei sie eine kleine Dressur in Schritt und Trab mitgeritten sind. Mit Leichttraben, alleine Lenken, Hufschlagfiguren und Slalom. Auch einen Geschicklichkeitsparcours mit einem Minisprung haben sie gemeinsam mit ihren kleinen Shettys absolviert und hatten dabei auch recht gute Zeiten. Das Hofturnier war eines der Etappenziele der Zwillinge. Sie hatten sich selbst vorgenommen dort mitzumachen, weil sie sich vielleicht ein bisschen selbst beweisen wollten, was sie in der kurzen Zeit alles geschafft haben. Dann die blaue Schleife für den vierten Platz in der Hand zu halten, war für die Jungs etwas ganz Tolles.<br /><strong>Doris Heinze:</strong> Für die Teilnahme und der erbrachten Leistung beim Hofturnier sind die Kinder sogar gelobt geworden, da sie noch nicht solange dabei sind. Sie haben das auch wirklich toll gemeistert. Natürlich hatten die anderen Teilnehmer mehr Erfahrungen und dadurch auch einen besseren Platz erreicht, aber der vierte Platz war echt toll.<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Motorisch ist bei den Zwillingen wirklich viel passiert in der letzten Zeit. Das merken wir auch im Umgang. Auch im sozialen Umgang mit den anderen Kindern. Die Frustration ist gesunken dadurch, dass sie wieder mehr leisten können. Sie können wieder mit anderen Kindern mithalten und haben ein viel besseres Gefühl für ihren Körper entwickelt.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Nachdem das Projekt nun mit der Reittherapie der Zwillinge erfolgreich gestartet ist, soll das Projekt zukünftig auch für alle Kinder der Wohngruppen ermöglicht werden. In unserem Newsletter haben wir über die mögliche Unterstützung des Projektes bereits berichtet. Was können unser Verein sowie unsere Mitglieder, Partner und Unterstützer weiter tun, um Sie bei der weiteren Durchführung des Projektes zu unterstützen?<br /><strong>Doris Heinze:</strong> Weitere Spenden, um die zukünftige Finanzierung des Projektes zu gewährleisten wären wirklich toll. In unserem sächsischen Finanzierungskonzept über die Öffentliche Jugendhilfe ist dieser Rahmen absolut nicht vorgesehen. Deswegen ist das Projekt auch für uns in der Jugendhilfe etwas Neues und wir würden uns über jede Möglichkeit der tiergestützten oder pferdegestützten Therapie freuen. Wir haben gesehen, wie die Kinder sich durch diese Therapie verändern können, wie sie sich weiterentwickeln können, wie sie ihre Perspektive und Werte ändern und das in dem Kontext, dass sie sechs bis sieben Jahre nicht viel Förderung erlebt haben. Über unsere Pferde, hatten wir das erreicht, was wir mit unserer pädagogischen Arbeit allein nicht erreichen konnten. Die Zwillinge waren im Verhalten so stark beeinträchtigt und extrem aggressiv, dass mehrere Kindertagesstätten die Betreuung abgebrochen haben. Jetzt sind die Zwillinge in der Schule, glücklich und zufrieden, ohne Integrationshelfer und das in einer so kurzen Zeit. Wären die Zwillinge früher zu uns gekommen und wir das Projekt früher gestartet, könnten die Zwillinge vielleicht jetzt schon wieder in ihrer Familie leben. Aber im Moment brauchen wir noch etwas Zeit. Es muss sich erst alles festigen und stabilisieren. Über die erfolgreiche Arbeit, die wir durch die Reittherapie bei den Zwillingen erreicht haben, konnte ich auch die zuständige Mitarbeiterin im Jugendamt informieren und habe dabei auf das Spendenprojekt verwiesen.<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Ansonsten ist es sehr wichtig, auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Es ist sehr traurig, dass es das erste Projekt in Deutschland ist, das Heimkinder miteinschließt. Wie viele Jahre hatten diese Kinder nie die Möglichkeit so etwas zu erleben?! Es sind jetzt nur einige Kinder, denen wir diese Möglichkeit geben können. Die Möglichkeiten, welche sich im Umgang mit Tieren ergeben, fallen noch viel zu wenig auf und viele wissen gar nicht Bescheid, was eine Mensch-Tier-Beziehung für die Kinder bedeuten kann. Dieses Aufmerksam-Machen, dieses Verständnis für solche Ansätze entwickeln und das Wissen zu verbreiten, ist ein ganz wichtiger Punkt, um Projekte dieser Art zukünftig zu fördern.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Haben Sie weitere Anregungen für uns oder etwas, dass Ihnen besonders am Herzen liegt?<br /><strong>Doris Heinze:</strong> Reittherapie ist wirklich etwas Tolles für Kinder, die sozial-emotional erhebliche Probleme haben, die aggressiv sind und keine anderen Therapien zulassen. Die Zwillinge haben die Frühförderung abgelehnt, die Ergotherapie abgelehnt und die Logopädie abgelehnt. Aber die großen Pferde bzw. Ponys, die haben es geschafft einen Zugang zu den Jungs zu ermöglichen. Das ist das Schöne und es wäre toll, wenn auch andere Kinder das erleben dürfen. An dieser Stelle möchten wir als F &amp; H Wohnprojekte gGmbH ein großes Dankeschön an alle Unterstützer des Projektes aussprechen. Es ist nicht selbstverständlich, dass innerhalb der Jugendhilfe, Projekte unterstützt werden. In dieser Art ist es auch das erste Projekt und vor allem mit so viel Erfolg. Umso mehr freuen wir uns, insbesondere für unsere Kinder, dass wir durch die finanzielle und kooperative Unterstützung teilnehmen können. Vielen lieben Dank!<br /><strong>Maya Ritter:</strong> Gerade bei den Zwillingen war die Therapie perfekt passend. Die Frühförderung, die Ergotherapie, die Logopädie haben alle aufgegeben. Die Kindertagesstätten haben die Betreuung der Zwillinge gekündigt und zum Teil haben Mitarbeiter die Wohngruppe aufgrund des Verhaltens der Zwillinge gewechselt. Die Reittherapie konnte die Zwillinge auffangen. Viele Gelder hätten somit viel sinnvoller verwendet werden können, wäre die Reittherapie finanziell gefördert worden. Ich selbst hätte am Anfang auch nicht gedacht, dass sich die Jungs so entwickeln würden. Ich habe zwar den Pferden einiges zugetraut aber dass es die Pferde schlussendlich geschafft haben, dass die Zwillinge ohne Begleitung ruhig in der Schule sitzen, hätte ich nie erwartet. Sie sind quasi zu Vorzeigeschülern geworden.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Herzlichen Dank für das Interview und Ihre tolle Arbeit!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-interview-ponys-fuer-unsere-kinder-in-der-heimunterbringung/">&#8222;Pferde für unsere Kinder&#8220;-Interview: „Ponys für unsere Kinder in der Heimunterbringung“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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		<title>„Pferde für unsere Kinder e. V.&#8220;-Interview mit Natascha Horstmanshoff</title>
		<link>https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-natascha-horstmanshoff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Sep 2023 07:44:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview]]></category>
		<category><![CDATA[heilpädagogisches Reiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Kind und Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder und Ponys]]></category>
		<category><![CDATA[Natascha Horstmanshoff]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenreiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-natascha-horstmanshoff/">„Pferde für unsere Kinder e. V.&#8220;-Interview mit Natascha Horstmanshoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_6 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>„Pferde für unsere Kinder e.V.&#8220;-Interview mit Natascha Horstmanshoff</h1>
<p><strong>Natascha Horstmanshoff ist Dipl. Sozialpädagogin, ausgebildete Reittherapeutin und HIPPOLINI Reitlehrkraft. Pferde sind seit Anfang der neunziger Jahre ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben. Ihre Leidenschaft, die Arbeit mit Pferden, verbindet sie mit ihrer beruflichen Karriere. So arbeitet sie seit 20 Jahren mit Pferden als therapeutische Helfer und gründete den Betrieb „Sonnenreiten Heilpädagogisches Reiten“. Außerdem bietet Sie als HIPPOLINI Reitlehrkraft HIPPOLINI Schulprojekte für die Schulen in ihrer Umgebung an.</strong></p>
<p><em>„Pferde für unsere Kinder e.V.“ wollte von Natascha Horstmanshoff wissen: Aus welchen Gründen hat sie sich für die therapeutische Arbeit mit dem Partner Pferd entschieden? Was steckt hinter den HIPPOLINI Schulprojekten? Wie werden diese von den regionalen Schulen angenommen und warum ist es so wichtig, Kinder mit Pferden bzw. Tieren in Berührung zu bringen?</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: right;"><em>(Foto: Natascha Horstmanshoff)</em></p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Frau Horstmanshoff, mit Ihrem Betrieb „Sonnenreiten“ auf Ihrem Hof Schnitzerstube in Münstertal bieten Sie heilpädagogisches Reiten sowie Reiten für förderbedürftige Kinder und Erwachsen an. Können Sie uns mehr über Ihre Arbeit erzählen? Und aus welchen Gründen haben Sie sich für die therapeutische Arbeit mit dem Partner Pferd entschieden?<br /><strong>Natascha Horstmanshoff:</strong> Das hat den Ursprung in meinem Studium. Ich selbst habe Pferde seit meinem 16. Lebensjahr und mit dem Studium der Sozialpädagogik habe ich die Chance gesehen, meine Leidenschaft zu meinem Beruf zu machen. Im Rahmen meines sechsmonatigen Praxissemester hatte ich die Möglichkeit auf einen Hof im Elsass zu gehen, welcher sich auf die therapeutische Arbeit mit Pferden spezialisiert hat. Dort konnte ich verschiedene Einsatzmöglichkeiten, wie mit Pferden gearbeitet wird, kennenlernen. Durch meine Anleiterin hatte ich zudem die Chance an zwei Modulen der französischen Ausbildung zur Reittherapeutin teilzunehmen. Diese Chance habe ich genutzt und die zweijährige Ausbildung beim Förderkreis für therapeutisches Reiten in Deutschland an mein Studium angeschlossen.</p>
<p>Während meiner Zeit im Elsass habe ich, durch ein Erlebnis mit einem Jungen in der Therapie, die Autismus Spektrum Störung kennengelernt. Dies veranlasste mich dazu meine Diplomarbeit zum Thema „Reittherapie mit autistischen Kindern“ zu schreiben. Dafür bin ich drei Monate in Frankreich in eine Einrichtung gegangen und habe dort eine teilnehmende Beobachtung durchgeführt. Durch die Beobachtung von rund 50 Kindern mit der Autismus Spektrum Störung untersuchte ich, welche Einflussmöglichkeiten das Pferd auf die Kommunikation und soziale Interaktion bei autistischen Kindern hat. Mittlerweile bin ich selbständig und habe gemeinsam mit meinem Mann ein Unternehmen gegründet. Wir bieten Integrationsdienstleistungen für Kinder und Jugendliche im Autismus Spektrum an. Hier am Hof haben wir mittlerweile acht Pferde, mit denen ich direkt bei uns im Münstertal meine Arbeit mit Pferden anbiete.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Durch Ihre heilpädagogische Arbeit haben Sie mit Sicherheit bereits viele schöne Erlebnisse mit Kindern erfahren. Welche Erlebnisse waren besonders prägend für Sie?<br /><strong>Natascha Horstmanshoff:</strong> Die prägendste und intensivste Zeit war tatsächlich meine Zeit in Frankreich während meiner Diplomarbeit. Dort durfte ich viele beeinträchtigte autistische Kinder kennenlernen und beobachten. Was mich nachhaltig berührt hat, war zu sehen, wie die Pferde auf die Kinder reagiert haben. Dass sie die Kinder einfach so annehmen, wie sie sind. Wir hingegen urteilen sofort, wenn wir Menschen begegnen. Pferde tun das nicht. Sie begegnen dem Kind so, wie es ist und reagieren darauf ohne, dass wir dem Pferd sagen müssen, was es zu tun hat oder wie es reagieren soll. Dabei bringen sie das Innerste des Kindes zu Tage. Denn auch das Kind kann sich dem Pferd gegenüber nicht verstellen. Als Therapeuten stehen wir daneben und dürfen beobachten. Unsere Aufgabe ist es zu interpretieren, was die Pferde uns zeigen. So habe ich zum Beispiel einen Jungen in der Therapie kennengelernt, der sehr aggressiv war und ein selbstverletzendes Verhalten hatte. Bei der Therapie stellte ich mich mit dem Pony bei der Aufstiegshilfe bereit. Er kam, setzte sich aufs Pony und wir liefen los. In Frankreich war es so, dass die Therapeuten immer rückwärtsgelaufen sind also vor dem Pferd her, sodass sich das Kind sowohl vom Blick des Therapeuten als auch vom Pferd getragen fühlen konnte. Während ich mit dem Kind die Runden gelaufen bin, hat das Kind geschrien, sich gegen den Kopf geschlagen und war in seinen Aggressionen gefangen. Von Runde zu Runde wurde er entspannter. Irgendwann hat er sich vom Pferderücken runter rutschen lassen, saß im Sand und hat dabei einfach nur bitterlich geweint. Ich habe ihn zu einer Bank begleitet, setzte mich hinter ihn, um ihn zu stützen. Was beeindruckend war, das Pony folgte uns, legte seinen Kopf in seinen Schoß und spendete dem Jungen Trost. Die Wut und Verzweiflung des Kindes wandelte sich in Trauer. Das zu erleben, dass sich Gefühle mit dem Pferd verwandeln können ist bemerkenswert. Es fasziniert mich immer wieder, dass wir als Therapeuten den Pferden nicht sagen müssen, was sie zu tun haben, sondern die Pferde reagieren einfach. Wir sind zwar da, können einen Rahmen schaffen und den Kindern diese Chance bieten, aber letztendlich können wir nur zuschauen bzw. beobachten, was passiert.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Welchen Wert hat das Pferd aus Ihrer Erfahrung heraus für Kinder und Jugendliche? Und warum ist der Kontakt zum Pferd so wichtig?<br /><strong>Natascha Horstmanshoff:</strong> Jedes Kind bringt seine eigene Persönlichkeit und Geschichte mit zu den Pferden. Und so ist auch der Wert des Pferdes je nach Kind ein ganz anderer. Bei unserer Arbeit mit Pferden bieten wir Kindern die Möglichkeit, sich zu entdecken, ihre Gefühle zu entdecken und sind für das Kind da. So können ganz andere Seiten von den Kindern zu Tage kommen: Wie aus Aggressivität plötzlich Trauer wird diese Trauer können wir behandeln. So habe ich zum Beispiel ein Kind in der Schulbegleitung, welches in der Schule über Tische und Bänke gesprungen ist und Stühle umhergeworfen hat. Das Kind zeigte hauptsächlich aggressives Verhalten. Er kam zu mir und meinen Pferden in die Therapie. Auf einem Weg, der eigentlich nur fünf Minuten braucht, waren wir über eine Stunde unterwegs, weil es bergab ging und jeder Schritt vom Pferd war eine Herausforderung für das Kind. Das Kind zeigte nämlich plötzlich Ängstlichkeit. Das ließ die gesamte Aggressivität in der Schule in einem ganz anderen Licht erscheinen, wenn man merkt, hinter dem Verhalten des Kindes steckt Angst. Damit kann ganz anders umgegangen werden. So ist, wie bereits gesagt, der Wert des Pferdes für jedes Kind ein ganz anderer. Das Schöne daran ist, dass die Pferde die Kinder nicht spüren lassen, dass sie sich gerade in einer Therapie befinden. Sie können einfach herkommen, können sein und dürfen so sein, wie sie sind.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Neben Ihren heilpädagogischen Angeboten, bieten Sie als HIPPOLINI Reitlehrkraft für die Schulen in Ihrer Umgebung HIPPOLINI Schulprojekte an. Können Sie uns das Projekt näher erläutern? Wie wird das Angebot bei den Schulen angenommen?<br /><strong>Natascha Horstmanshoff:</strong> Das Schulprojekt soll Kindern im Grundschulalter die Möglichkeit geben mit Pferden in Kontakt zu kommen. Natürlich gibt es in diesem Alter immer wieder Kinder, vor allem Mädchen, die sagen, sie möchten reiten, aber nicht alle Eltern können oder möchten das ihren Kindern ermöglichen. Das Schulprojekt bietet die Chance, alle Kinder im Grundschulalter in Kontakt zum Pferd zu bringen. Konkret läuft das Schulprojekt so ab, dass ich an zwei Tagen in die Klasse komme und mit den Kindern die Grundeigenschaften von Pferden bespreche: Herdentier, Fluchttier, Dauerfresser, Lauftiere usw.. Auch wird besprochen, wie es abläuft, wenn die Kinder zu mir an den Hof kommen. Gleichzeitig bekommen sie im Vorfeld das Holzpferd, welches ich von Ihnen erhalten habe, um sich mit dem Thema Pferd zu beschäftigen. Im Anschluss haben die Klassen die Möglichkeit ein bis drei Tage zu uns an den Hof zu kommen. Die Klassen werden in Gruppen eingeteilt, so dass immer ein paar Kinder zusammen mit mir Übungen auf dem Reitplatz mit den Ponys machen und die anderen an vorbereiteten Lernstationen sich Wissen rund ums Thema Pferd aneignen können, wie zum Beispiel zur Fütterung, Pflege und Verhalten der Pferde. Die Gruppen werden innerhalb des Tages immer wieder gewechselt, sodass jedes Kind mit dem Pony in Kontakt kommt. Am Ende des Projektes hat jedes Kind seine eigene Projektmappe mit Bildern, Arbeitsblättern, die sie sich erarbeitet haben und Geschichten, die sie über die Pferde geschrieben haben. Je nach Wunsch der Lehrer, kann das Projekt in der Schule weiter bearbeitet werden.</p>
<p>Die Schulen im Münstertal waren zuerst etwas kritisch dem Projekt gegenüber, aber mittlerweile freuen sich alle drei Schulen auf die Projekttage. Mit einer Schule habe ich bereits feste Termine für die Durchführung. Mit den anderen beiden Schulen werde ich mich in den kommenden zwei Wochen treffen. Alle drei Schulen möchten das Projekt aber zu Beginn des neuen Schuljahres machen und es als Chance für die Klassengemeinschaft nutzen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Nun kommen wir auch schon zur letzten Fragen. Aus welcher Motivation heraus stellen Sie sich der Aufgabe, Kinder und Jugendliche mit Pferden und der Natur in Kontakt zu bringen?<br /><strong>Natascha Horstmanshoff:</strong> Ich selbst hatte die Chance, mit 14 Jahren reiten zu dürfen. Durch meine Tante bot sich mir die Möglichkeit ein eigenes Pferd zu haben und ich durfte selbst erleben, wie positiv dieser Einfluss von Pferden ist. Bei meinen eigenen Kinder, die hier am Hof quasi mit Pferden aufgewachsen sind, habe ich gesehen, wie wertvoll es ist, mit den Pferden auch den Kontakt zur Natur zu erlernen. Bei jedem Wind und Wetter ist es nötig, dass wir hinausgehen und unsere Pferde versorgen. Wir müssen Rücksicht auf unsere Pferde nehmen. Die Kinder lernen dadurch Aufgaben zu übernehmen, die sie im täglichen Leben auch brauchen, wie Verantwortungsbewusstsein oder wie die Natur zusammenhängt. Zum Beispiel erfahren sie, was es bedeutet, wenn es im Frühjahr nur regnet und dadurch nur schwer Heu gemacht werden kann. Nämlich, dass die Pferde dann kein Futter oder schlechtes Futter haben. All diese Zusammenhänge konnten unsere Kinder hautnah erleben. Diese Chance zu erlernen, wie die Natur zusammenhängt, möchte ich ganz vielen Kindern geben. Mit dem Pferd ist das natürlich viel einfacher, weil es einen hohen Aufforderungscharakter hat und die Kinder Lust haben zu reiten. Ganz nebenbei lernen die Kinder die Zusammenhänge der Natur kennen. Das ist zwar nicht das Erste, was die Eltern denken, wenn sie ihre Kinder zum Reiten hierher schicken, aber das ist eine ganz große Chance. Bei mir stehen der Kontakt zu den Pferden und die Zusammenhänge der Natur im Vordergrund und nicht das Reiten. So gestalte ich auch meine Unterrichtsstunden mit den Kindern. Wir haben immer ein Thema, welches die Kinder in der Stunde lernen. Zum Beispiel lernen sie die Etagen des Waldes kennen oder die Jahreszeiten. Am Ende jeder Stunde erhalten die Eltern einen Bericht und Bilder von mir. Dadurch lernen die Eltern mit der Zeit den Wert der Stunde zu schätzen. Sie sehen, dass es nicht nur um das Spielen mit dem Pony oder das Reiten lernen geht. Das ist mir sehr wichtig, da Kinder in diesem Alter oft nur sehr wenig zuhause erzählen und ich möchte, dass die Eltern sehen, dass HIPPOLINI einfach mehr ist, als nur spielen mit dem Pony. Durch meine Berichte sehen die Eltern, was wir machen und was die Kinder gelernt haben. Die Eltern geben mir Rückmeldungen, wenn es zum Beispiel Veränderungen im Sozialverhalten zwischen den Geschwistern gibt. Eine andere Mutter war einmal sehr überrascht, als ihr Sohn ohne Widerrede den Berg hinauflief, um die Ponys von der Koppel zu holen. Das würde er Zuhause nie machen. Aber sowas passiert hier täglich und es ist schön, dass die Eltern das mitbekommen und zu schätzen wissen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Haben Sie noch Anregungen für uns oder etwas, dass Ihnen besonders am Herzen liegt?<br /><strong>Natascha Horstmanshoff:</strong> Erlauben Sie mir noch einen Satz. Ohne meinen Mann wäre es mir nicht möglich diese tolle Arbeit, die ich so liebe zu leisten. Von Anfang an stand er hinter meiner Leidenschaft für die Pferde und meine Arbeit mit ihnen und den Kindern. Und ihm habe ich all das zu verdanken wo wir heute gemeinsam stehen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Herzlichen Dank für das Interview und Ihre tolle Arbeit!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: right;"><em>(Fotos: Natascha Horstmanshoff)</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-natascha-horstmanshoff/">„Pferde für unsere Kinder e. V.&#8220;-Interview mit Natascha Horstmanshoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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		<title>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Isadora und Gabriele Siekmann von der Reitschule Isadora Siekmann</title>
		<link>https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-isadora-und-gabriele-siekmann-von-der-reitschule-isadora-siekmann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jul 2023 08:54:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder und Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Reitschule Isadora Siekmann]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinsmitglied]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/?p=9374</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-isadora-und-gabriele-siekmann-von-der-reitschule-isadora-siekmann/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Isadora und Gabriele Siekmann von der Reitschule Isadora Siekmann</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_7 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1 style="text-align: left;" align="CENTER">„Pferde für unsere Kinder e. V.“-Interview mit Isadora und Gabriele Siekmann von der Reitschule Isadora Siekmann</h1>
<p align="JUSTIFY"><b>Isadora Siekmann ist ausgebildete Pferdewirtin der Fachrichtung „Haltung und Service“ und absolvierte bei Ulrike Mohr die Zusatzqualifikation Kinderreitunterricht. Mit Ihrer Reitschule Isadora Siekmann ist sie „Pferde für unsere Kinder“-Partner, Unternehmensmitglied und setzt sich für die sozial-pädagogische Förderung von Kindern und Jugendlichen mit dem Partner Pferd ein.</b></p>
<p align="JUSTIFY">„Pferde für unsere Kinder“ wollte von Isadora Siekmann und ihrer Mutter, Gabriele Siekmann, erfahren, warum sie sich für eine Reitschule mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendunterricht entschieden haben, welchen Wert das Pferd aus ihren Erfahrungen für Kinder hat und wie die Zukunft der Reitschule Isadora Siekmann aussieht.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p align="JUSTIFY">„<b>Pferde für unsere Kinder e. V.“:</b> Frau Siekmann, in Ihrer Reitschule bieten Sie verschiedene Kursangebote für Kinder wie Einzel- und Partnerstunden, Purzelstunden und Ferienfreizeiten an. Warum haben Sie sich mit Ihrer Reitschule für den Schwerpunkt Kinder- und Jugendreitunterricht entschieden?</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Isadora Siekmann: </b>Ich hatte schon von klein auf den Wunsch, etwas mit Pferden zu machen und bekam auch die Möglichkeit dazu. Mit sechs Jahren habe ich beschlossen, dass ich gerne Pferdewirtin werden und Reitunterricht geben möchte. Ich absolvierte viele Praktika in diesem Bereich und durfte, als ich älter wurde, dort im Kinderreitunterricht hospitieren. Während meiner Ausbildung beim Bielefelder Reit- und Fahrclub e. V. bekam ich im Rahmen einer Fortbildung bei Ulrike Mohr die Möglichkeit, mich noch intensiver mit dem Kinderreitunterricht zu befassen. Dabei habe ich immer stärker gemerkt, dass mir es unglaublichen Spaß macht, den Kindern bei ihrer Entwicklung zuzusehen und wie fasziniert sie von diesen großen Lebewesen sind. Diese Entwicklung und Faszination zwischen dem Pferd und dem Kind sowie die Partnerschaft, die dabei entstehen kann, hat in mir den Wunsch nochmals vergrößert, hier, auf dem Hof meiner Eltern, selber eine Reitschule mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendreitunterricht zu eröffnen. Erwachsene sind natürlich auch willkommen aber der Schwerpunkt liegt bei den Kinder und Jugendlichen.</p>
<p align="JUSTIFY">Zudem ist das Pferd ein Kulturgut und ich möchte dazu beitragen, dass dieses der Gesellschaft erhalten bleibt. Die Kinder und Jugendlichen sind im Prinzip die Zukunft des Ganzen. Daher müssen gerade diese an das Pferd herangeführt werden. Vor allem Kindern, die in der Stadt aufwachsen oder auch hier keinen Kontakt zu Pferden haben, möchten wir mit unserer Reitschule den Kontakt zum Pferd ermöglichen.</p>
<p align="JUSTIFY">„<b>Pferde für unsere Kinder e.V.“: </b>Welches (reit-)pädagogische Konzept liegt den Kursen Ihrer Reitschule zu Grunde?</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Isadora Siekmann: </b>In unserer Reitschule haben wir zum einen selbst ausgearbeitete Konzepte und zum anderen nehmen wir regelmäßig an verschiedenen Fortbildungen teil. So haben wir eine Fortbildung bei Roswitha Schreiber-Jetzinger bezüglich des Spielerischen im Reitunterricht gemacht.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gabriele Siekmann:</b> Zudem gibt es von der FN eine ganze Menge von Unterrichtsmaterialien, die bei uns zum Einsatz kommen. Ich selbst habe vor einigen Jahren die Ausbildung zum Coach gemacht und habe viele Jahre in der Jugendarbeit gearbeitet. Daher kann ich unsere Tochter entsprechend unterstützen, was die Methodenvielfalt angeht.</p>
<p align="JUSTIFY">„<b>Pferde für unsere Kinder e.V.“: </b>Ein neues Konzept, welches von Ihnen entwickelt wurde, nennt sich „Pferdefreunde finden“. Was genau steckt hinter dem Konzept?</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Isadora Siekmann: </b>„Pferdefreunde finden“ ist ein Konzept, dass sich von uns an Kindergärten und Grundschulen richtet. Hierbei geht es uns darum, dass möglichst viele Kinder den Zugang zum Pferd erhalten, mit dem <i>„Pferdevirius“</i> infiziert werden und lernen, dass diese großen Tiere wirklich als Freund agieren können. Sie sollen die Verbundenheit, die zwischen ihnen und dem Pferd entstehen kann, erleben und begreifen, dass es ein eigenständiges Individuum mit Gefühlen ist. Darüber hinaus lernen die Kinder Rücksicht auf das Individuum „Pferd“ zu nehmen. Es entsteht ein Geben und Nehmen, eine Partnerschaft zwischen dem Kind und dem Pferd / Pony. Die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gabriele Siekmann:</b> Beim Umgang mit den Kindern und den Schüler*innen achten wir bei „Pferdefreunde finden“ und im Reitunterricht darauf, dass diese nicht alleine gelassen werden. So können sie sich bei der Vorbereitung der Pferde und Ponys immer an mich wenden. Zudem ist es uns sehr wichtig, dass auf der einen Seite der Tierschutz zum Tragen kommt und auf der anderen Seite die Kinder in ihrer Entwicklung und mit ihren Problemen angenommen werden. So fragen wir immer, wie es den Kindern geht. Die Kinder haben dadurch die Möglichkeit zu reflektieren, wie es ihnen heute eigentlich geht und ihren Zustand uns gegenüber zu äußern. Sie lernen auf ihrer eigenen Gefühle zu achten und mit sich selbst achtsam umzugehen. Sie lernen dabei auch ihre Grenzen kennen. Das ist etwas, was sie in ihrem allgemeinen Umfeld nicht unbedingt lernen und wo sie auch nicht die Möglichkeit dazu haben.</p>
<p align="JUSTIFY">„<b>Pferde für unsere Kinder e.V.“:</b> Das Konzept „Pferdefreunde finden“ bieten Sie auch für Kinder mit besonderem Förderbedarf an. Welche Erfahrungen haben Sie in der Arbeit mit Kindern mit besonderem Förderbedarf bereits gemacht?</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gabriele Siekmann:</b> Einige Kinder, die bei uns auf den Hof kommen, haben große Ängste, sind von ihrem Bewegungsmodus völlig eingeschränkt oder haben mit starkem Übergewicht zu kämpfen. All diese Dinge werden bei uns im Unterricht angegangen und finden natürlich ihre Berücksichtigung. Aus diesem Grund ist auch die Bodenarbeit ein wichtiger Bestandteil des Reitunterrichtes von Isadora.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Isadora Siekmann:</b> Richtig. Wir machen bei uns nicht nur den normalen Reitunterricht auf dem Pferd, sondern legen auch einen Schwerpunkt auf die Bodenarbeit. In der Bodenarbeit geht es um die Vertrauensbildung zwischen Pferd und Mensch. Die Kinder lernen durch angeleitete Veränderung der Körpersprache Einfluss auf ihr Pferd oder Pony zu nehmen. Eine Form der Selbstwirksamkeit. Der bewusste Umgang mit dem Pferd wird bei der Bodenarbeit vertieft und dient so als Sicherheitstraining zur Unfallverhütung. Auch im Hinblick auf den Tierschutz. Bei 35 Grad ist es nicht mehr passend, sich auf das Pferd zu setzen und zu reiten, sondern man kann dann Bodenarbeit oder Theorie zum Thema „Fütterung“ oder „Gesundheit des Pferdes“ machen.</p>
<p align="JUSTIFY">„<b>Pferde für unsere Kinder e. V.“: </b>Welchen Wert hat das Pferd aus Ihren Erfahrungen heraus für Kinder?<b> </b></p>
<p align="JUSTIFY"><b>Isadora Siekmann:</b> Das Pferd fördert die sozialen Fähigkeiten von Kindern, wie Empathie, Rücksichtnahme, das Miteinander und die gegenseitige Hilfestellung. Das Pferd holt bei den Kindern teilweise Fähigkeiten heraus und lässt sie über sich hinauswachsen. Kinder mit einem kleinen Selbstwertgefühl wachsen mit der Zeit am Pferd und kommen auch in ihrem Alltag immer mehr aus sich heraus.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gabriele Siekmann:</b> Das ist etwas, was uns die Eltern berichten. Ihr Kind ist nun viel ruhiger oder konzentrierter. Die Eltern sprechen uns an, wenn es zum Beispiel Schwächesituationen in der Schule gibt. Wenn die Kinder Konflikte haben, die sie in den Reitunterricht mitnehmen, merken wir das.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Isadora Siekmann:</b> Daher ist es uns sehr wichtig, dass sich die Kinder uns mit ihren Problemen anvertrauen können. Wir möchten, dass die Kinder wirklich eine Bindung zu uns bekommen und zu denen, mit denen sie zusammen reiten. Aus diesem Grund halten wir die Gruppengröße in unserer Reitschule relativ klein. So kann ohne weiteres über Dinge, die störend sind, in der Gruppe gesprochen werden und die Frustration im Reitunterricht bleibt niedrig. Man sieht es teilweise auch in der Reitstunde, wenn die Kinder ihr Problem oder was sie belastet, losgeworden sind, dann klappt es auf einmal wieder deutlich besser. Als Erwachsener kennt man das selbst: Man hat einen stressigen Tag, kommt in den Reitstall, setzt sich aufs Pferd und auf einmal klappt nichts, weil man einfach selbst so unter Druck ist und die Tiere so empathisch sind. Aus diesem Grund ist es sehr hilfreich über seine Probleme zu sprechen.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="680" src="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2023/07/AusrittmitPonys.jpg" alt="" title="" srcset="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2023/07/AusrittmitPonys.jpg 1200w, https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2023/07/AusrittmitPonys-980x555.jpg 980w, https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2023/07/AusrittmitPonys-480x272.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw" class="wp-image-9378" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p align="JUSTIFY">„<b>Pferde für unsere Kinder e. V.“: </b>Neben Ihrem Konzept „Pferdefreunde finden“ bei welchem Sie u. a. mit dem Kinderschutzbund kooperieren möchten, planen Sie die Angebotspalette Ihrer Reitschule zu erweitern. Welche konkreten Angebote und Maßnahmen sind geplant?</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Isadora Siekmann:</b> Wir möchten Ponytage bzw. einen Ponytag für Kindergärten als Abschlussveranstaltung für die Kinder, die im darauffolgenden Jahr in die Schule kommen, anbieten.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gabriele Siekmann:</b> Dann möchten wir einen Nachmittag für Familien anbieten, um auch die Eltern zu erreichen. Denn es ist so, dass der Reitsport bezahlt werden muss und dafür in den meisten Fällen die Eltern zuständig sind. Zudem haben wir demnächst einen Tag der offenen Tür, um uns in der Region etwas bekannter zu machen. Dann ist leider irgendwann unser Limit erreicht, weil wir, um weiter wachsen zu können, eine größere Reithalle benötigen.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Isadora Siekmann:</b> Oder eine zweite Halle. Mein langfristiger Wunsch ist es, die Anlage größer zu gestalten und dass wir noch mehr Plätze anbieten können. Dafür benötigen wir eine größere bzw. eine zweite Halle. Aktuell haben wir eine Reithalle und einen Platz. Wenn man parallel die Halle und den Platz besetzt, scheitert es spätestens im Winter. Aus diesem Grund, möchten wir gerne eine zweite Halle bauen lassen.</p>
<p align="JUSTIFY">„<b>Pferde für unsere Kinder e.V.“:</b> Was können wir als Verein sowie unsere Mitglieder und Partner tun, um Sie bei Ihrem weiteren Weg zu unterstützen?</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Isadora Siekmann: </b>Kurzfristig gesehen, hätten wir gerne Unterstützung, um besser an die Schulen und Kindergärten herangehen zu können. Langfristig gesehen, hätten wir gerne Unterstützung bei dem Bau der Reithalle. So etwas muss beantragt werden und es wäre hilfreich einige Personen zu haben, die sich als Fürsprecher für den Bau einsetzen können, wie Schulen, Kindergärten und der Verein „Pferde für unsere Kinder“.</p>
<p align="JUSTIFY">„<b>Pferde für unsere Kinder e. V.“:</b> Herzlichen Dank für das Interview!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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					<div class="et_pb_main_blurb_image"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/ein-pferdeerlebnistag-im-rahmen-des-ferienprogramms-des-aggerverbandes-gummersbach/"><span class="et_pb_image_wrap et_pb_only_image_mode_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" width="106" height="115" src="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2015/03/pferde-fuer-unser-kinder-gruen.jpg" alt="" class="et-waypoint et_pb_animation_off et_pb_animation_off_tablet et_pb_animation_off_phone wp-image-203" /></span></a></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/ein-pferdeerlebnistag-im-rahmen-des-ferienprogramms-des-aggerverbandes-gummersbach/">Vorheriger Artikel</a></h4>
						<div class="et_pb_blurb_description"><p>Weiter lesen</p></div>
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				<div class="et_pb_blurb_content">
					<div class="et_pb_main_blurb_image"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferdeerlebnisnachmittag-bei-cindy-assenheimer/"><span class="et_pb_image_wrap et_pb_only_image_mode_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" width="106" height="115" src="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2015/03/pferde-fuer-unser-kinder-gruen.jpg" alt="" class="et-waypoint et_pb_animation_off et_pb_animation_off_tablet et_pb_animation_off_phone wp-image-203" /></span></a></div>
					<div class="et_pb_blurb_container">
						<h4 class="et_pb_module_header"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferdeerlebnisnachmittag-bei-cindy-assenheimer/">Nächster Artikel</a></h4>
						<div class="et_pb_blurb_description"><p>Weiter lesen</p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-isadora-und-gabriele-siekmann-von-der-reitschule-isadora-siekmann/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Isadora und Gabriele Siekmann von der Reitschule Isadora Siekmann</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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			</item>
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		<title>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Bürgermeister Joachim Konrad</title>
		<link>https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-buergermeister-joachim-konrad/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2022 07:54:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermeister Joachim Konrad]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Rheinländer-Mix]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder und Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde für unsere Kinder e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Reit- und Fahrverein Altusried e. V.]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten in der Grundschule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/?p=9002</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-buergermeister-joachim-konrad/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Bürgermeister Joachim Konrad</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_8 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Joachim Konrad, erster Bürgermeister der Marktgemeinde Altusried</h1>
<p><strong>Im Jahr 2021 wurde auf Initiative des bayerischen Kultusministeriums und des bayerischen Reit- und Fahrverbandes das Projekt „Reiten in der Grundschule“ ins Leben gerufen. Durch das Projekt können die Grundschulkinder vom positiven Einfluss des Pferdes auf ihre Persönlichkeitsentwicklung profitieren und lernen, die Sensibilität und die Bedürfnisse eines Lebewesens zu erfahren. Die Schirmherrschaft des Projektes übernahm Karin Baumüller-Söder, Ehefrau des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und Botschafterin des Vereins „Pferde für unsere Kinder e. V.“. </strong></p>
<p><strong>Der Reit- und Fahrverein Altusried e. V., Partner des gemeinnützigen Vereins „Pferde für unsere Kinder e. V.“, bietet seit November 2022 in Kooperation mit der OGTS Altusried das Projekt „Reiten in der Grundschule“ an. Dabei wird der Reit- und Fahrverein nicht nur vom bayerischen Kultusministerium und dem bayerischen Reit- und Fahrverband e.V. unterstützt, sondern auch von der Marktgemeinde Altusried und dem ersten Bürgermeister, Joachim Konrad.</strong></p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Pferde für unsere Kinder e.V.“ wollte von Joachim Konrad wissen: Welche Bedeutung haben die Reitvereine für die Gemeinde? Aus welcher Motivation heraus, hat sich die Gemeinde dazu entschieden das Projekt „Reiten in der Grundschule“ des Reit- und Fahrvereins Altusried e. V. zu unterstützen? Und, welchen Einfluss hat seiner Meinung nach das Pferd auf Kinder?</p></div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_1_2 et_pb_column_26  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: center;"><em>Foto: Bürgermeister Joachim Konrad</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_18">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> In der Marktgemeinde Altusried gib es rund 110 Vereine. Welche Bedeutung haben die Vereine für Ihre Gemeinde – insbesondere die Reitvereine, wie der Reit- und Fahrverein Altusried e. V. und die Reitergruppe Kimratshofen e. V.?</p>
<p><strong>Joachim Konrad:</strong> In unserer Marktgemeinde sind wir natürlich sehr stolz auf die hohe Zahl der Vereine und das rege Vereinsleben. Die Vereine sind die Basis unseres gesellschaftlichen Lebens und haben eine enorme Bedeutung für die Jugendarbeit. Auf lange Sicht betrachtet tragen unsere Vereine dazu bei, dass wir in unserer Gemeinde später Menschen haben,  die Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Zudem werden durch die Vereine Traditionen erhalten. Diese Kontinuität ist umso wichtiger, je turbulenter die Zeiten werden.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Bereits seit vielen Jahren besteht eine Zusammenarbeit Ihrer Gemeinde mit dem Reit- und Fahrverein Altusried e. V. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und über welche Bereiche erstreckt sich diese?</p>
<p><strong>Joachim Konrad:</strong> Die Zusammenarbeit mit dem Reit- und Fahrverein Altusried besteht schon seit Jahrzehnten. Die Verknüpfung ergab sich dadurch, dass die Vorstände des Reitvereins des Öfteren Mitglieder im Marktgemeinderat waren. Ein sichtbares Zeichen der Gemeinschaft zwischen der Gemeinde und dem Reit- und Fahrverein ist beispielsweise, dass die Vereinsstandarte immer dabei ist, wenn es gesellschaftliche Anlässe, wie den Fronleichnamsumzug gibt. Weitere enge Verknüpfungen zwischen dem Reitverein und der Gemeinde bestehen im Rahmen unserer Freilichtspiele. Als direkter Nachbar unserer Freilichtbühne im Tal, war und ist der Reitverein ein wesentlicher Bestandteilteil unserer jährlichen Freilichtspiele.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_13">
				
				
				
				
				<a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2022/11/Altusried_Robin_Hood_Premiere0807a.jpg" class="et_pb_lightbox_image" title=""><span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="670" src="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2022/11/Altusried_Robin_Hood_Premiere0807a.jpg" alt="" title="Freilichtbühne Altusried" srcset="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2022/11/Altusried_Robin_Hood_Premiere0807a.jpg 1200w, https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2022/11/Altusried_Robin_Hood_Premiere0807a-980x547.jpg 980w, https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2022/11/Altusried_Robin_Hood_Premiere0807a-480x268.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw" class="wp-image-9005" /></span></a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: right;"><em>Foto: Bürgermeister Konrad; Marktgemeinde Altusried</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_34  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Über den Reit- und Fahrverein Altusried e. V.</strong></p>
<p>Der Reit- und Fahrverein Altusried e.V ist ein ländlicher Reit- und Fahrverein und widmet einen großen Teil seiner Aufmerksamkeit und Arbeit dem Nachwuchs im Reit- und Fahrsport. In der Reitschule mit eigenen Schulpferden und -Ponys bietet der Verein an sechs Tagen in der Woche Reitunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene, Kinder ab 3 Jahren und Erwachsene an. In Kooperation mit dem Ponyhof Lutz wurden der Hippolini Mini Club und Hippolini in die Vereinsarbeit integriert. Kinder und Jugendliche in den Kontakt mit Pferden und Ponys zu bringen ist ein besonderes Anliegen des Vereins, daher schloss sich der Reit- und Fahrverein im Jahr 2021 dem Verein „Pferde für unsere Kinder e. V.“ als Partner an.</p>
<ul>
<li><a href="https://rufv-altusried.de/">Informationen zum Reit- und Fahrverein Altusried e. V.</a></li>
</ul>
<p><strong><br /></strong><strong>Zwischenfrage an Katrin Rheinländer-Mix, erste Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Altusried</strong></p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Katrin, seit November 2022 bietet der Reit- und Fahrverein Altusried e. V. gemeinsam mit der OGTS Altusried das Projekt „Reiten in der Grundschule“, eine Initiative des bayerischen Kultusministeriums und des bayerischen Reit- und Fahrverbandes e.V., an. Was genau steckt hinter „Reiten in der Grundschule“? Und was ist das Besondere des Projektes?</p>
<p><strong>Katrin Rheinländer-Mix: </strong>Seit vielen Jahren ist die Kinder- und Jugendarbeit mein Steckenpferd. Daher bin ich sehr glücklich, dass wir Hippolini und das Projekt „Reiten in der Grundschule“ in diesem Jahr im Verein umsetzen können. Durch das Projekt „Reiten in der Grundschule“ und die damit verbundene Kooperation mit der OGTS Altusried  ist es uns möglich, alle Kinder – egal welcher Herkunft – zum Pferd zu führen. Die Anmeldungen zum Projekt waren so hoch, dass wir, in Absprache mit den Mitarbeitern der OGTS, die angemeldeten Kinder in eine A- und eine B-Gruppe aufteilten. So können nun alle interessierten Kinder einmal wöchentlich in ihren jeweiligen Gruppen unseren Verein besuchen und reiten. Ich bin sehr dankbar, dass die Gemeinde und Herr Bürgermeister Konrad das Projekt sofort unterstützten und die Mitarbeiter der OGTS es gleich angenommen haben.</p>
<p><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2022/11/Reiten-in-der-Grundschule_Reit-und-Fahrverein-Altusried-e.V..jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9006  aligncenter" src="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2022/11/Reiten-in-der-Grundschule_Reit-und-Fahrverein-Altusried-e.V.-1024x649.jpg" alt="" width="629" height="399" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Foto: Reit- und Fahrverein Altusried e. V.</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“: </strong>Wie Katrin bereits erwähnt hat, wird das Projekt „Reiten in der Grundschule“ des Reit- und Fahrvereins Altusried e. V. auch von Ihrer Gemeinde unterstützt. Aus welcher Motivation heraus, hat sich Ihre Gemeinde dazu entschieden das Projekt zu unterstützen?</p>
<p><strong>Joachim Konrad: </strong>In Altusried möchten wir die Eltern so gut es geht unterstützen – insbesondere die berufstätigen Eltern. In diesem Zusammenhang wollen wir die Angebotspalette unserer bereits sehr gut ausgebauten Ganztagesschule stetig erweitern. Die Kinder sollen nicht nur Kicker spielen können, sondern auch die Möglichkeit erhalten, raus in die Natur zu gehen. Das Projekt „Reiten in der Grundschule“ rundet damit unsere Angebotspalette in der Grundschule sehr gut ab. Hinzu kommt, dass die Kinder heutzutage viel zu viel am Handy, iPad oder der Playstation sind und sich dadurch unter anderem Defizite in der Motorik entwickeln. Auch deshalb ist es uns sehr wichtig, dass Angebote, die die Motorik der Kinder fördern, wie „Reiten in der Grundschule“, unterstützt werden.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Der Kontakt zum Pferd und der Umgang mit diesen fördert nicht nur die Motorik der Kinder, sondern trägt auch zur persönlichen Entwicklung von Kindern zu mitfühlenden und verantwortungsbewussten Menschen bei. Welchen Einfluss hat Ihrer Meinung nach das Pferd auf Kinder?</p>
<p><strong>Joachim Konrad: </strong>Kinder lernen am Pferd Verantwortung zu übernehmen. Es geht nicht nur um das Reiten an sich, sondern die Pferde müssen auch gepflegt werden. Beobachten kann ich das an meiner sechsjährigen Tochter. Sie hat zuhause ein großes Holzpferd stehen, welches sie den ganzen Tag hingebungsvoll pflegt. Zudem erleben die Kinder diese Verantwortungsübernahme in der Gemeinschaft, nicht alleine. Das Pferd und sein Einfluss auf die Kinder haben für mich einen großen ideellen Wert auch, wenn ich selbst nicht reite.</p>
<p><strong>„Pferde für unser Kinder e.V.“: </strong>Durch den Umgang mit dem Partner Pferd sollen die Kinder nicht nur lernen, Verantwortung zu übernehmen, sondern auch das Bewusstsein für die Natur und Umwelt gefördert werden. Fördern Sie das Natur- und Umweltbewusstsein der Kinder mit weiteren Projekten oder Thementagen in Ihrer Gemeinde?</p>
<p><strong>Joachim Konrad: </strong>Wir legen großen Wert auf ein vielfältiges Angebot im Bereich der Ferienbetreuung und des Ferienprogramms: Insbesondere für Kinder, die in den Ferien vor- und nachmittags betreut werden müssen. Sowohl in der Ferienbetreuung als auch beim Ferienprogramm haben wir viele Programmpunkte in der Natur. Beispielsweise besuchen wir die schöne große Hängebrücke an der Iller. Zudem nehmen wir am <a href="https://www.european-energy-award.de/">European Energy Award</a> teil. Hierbei geht es unter anderem um den Klimaschutz in der Gemeinde. Mit einem Klimaschutzkoffer, welchen sich die Schülerinnen und Schüler ausleihen können, wird versucht den Klimaschutz bei den Kindern zu verankern. Im Rahmen des Awards wurde unsere Gemeinde bereits als Silber-zertifizierte Gemeine ausgezeichnet. Aktuell befinden wir uns auf dem besten Weg, zu einer Gold-zertifizierten Gemeinde zu werden. Natürlich können wir dadurch nicht unsere Welt retten, aber wir leisten unseren Beitrag dazu.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Herzlichen Dank für das Interview und vor allem für Ihr umfangreiches und vorbildhaftes Engagement für die Region.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_19">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
			</div>
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					<div class="et_pb_main_blurb_image"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/mensch-pferd/"><span class="et_pb_image_wrap et_pb_only_image_mode_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" width="106" height="115" src="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2015/03/pferde-fuer-unser-kinder-gruen.jpg" alt="" class="et-waypoint et_pb_animation_off et_pb_animation_off_tablet et_pb_animation_off_phone wp-image-203" /></span></a></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/mensch-pferd/">Vorheriger Artikel</a></h4>
						<div class="et_pb_blurb_description"><p>Weiter lesen</p></div>
					</div>
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					<div class="et_pb_main_blurb_image"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/ein-pferdeerlebnistag-fuer-die-kinder-der-pusteblume/"><span class="et_pb_image_wrap et_pb_only_image_mode_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" width="106" height="115" src="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2015/03/pferde-fuer-unser-kinder-gruen.jpg" alt="" class="et-waypoint et_pb_animation_off et_pb_animation_off_tablet et_pb_animation_off_phone wp-image-203" /></span></a></div>
					<div class="et_pb_blurb_container">
						<h4 class="et_pb_module_header"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/ein-pferdeerlebnistag-fuer-die-kinder-der-pusteblume/">Nächster Artikel</a></h4>
						<div class="et_pb_blurb_description"><p>Weiter lesen</p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/pferde-fuer-unsere-kinder-e-v-interview-mit-buergermeister-joachim-konrad/">„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Bürgermeister Joachim Konrad</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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		<title>Mensch &#038; Pferd</title>
		<link>https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/mensch-pferd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lvetter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2022 09:29:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Berkhoff]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder und Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde für unsere Kinder e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[pferdegestützte Förderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/mensch-pferd/">Mensch &#038; Pferd</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Mensch &amp; Pferd</h1>
<h2>„Pferde für unsere Kinder e.V.“-Interview mit Brigitte Berkhoff</h2>
<p><strong>Brigitte Berkhoff ist seit ihrer Kindheit fasziniert von Pferden. Auch als Erwachsene, in ihrem Berufsleben als Krankenschwester und Lehrerin für Pflegeberufe sowie als Mutter bot die Beschäftigung mit dem Pferd für sie einen wunderbaren Ausgleich. Seit einigen Jahren bietet sie unter dem Titel „Mensch &amp; Pferd“ pferdegestützte Förderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Stärkung der Persönlichkeit auf dem Hof Berkhoff-Beumer in Ahlen (NRW) an.</strong></p>
<p>„Pferde für unsere Kinder e.V.“ wollte von Brigitte Berkhoff wissen: Was steckt hinter „Mensch und Pferd“? Was ist das Besondere an ihrer Arbeit? Welche Wirkung zeigt der Umgang mit Pferden auf den Menschen – insbesondere auf Kinder und warum ist es so wichtig, Kinder mit Pferden bzw. Tieren  in Berührung zu bringen?</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Frau Berkhoff, auf Ihrem Pferdehof in Ahlen bringen Sie Menschen mit Pferden in Kontakt. Was steckt hinter „Mensch und Pferd“?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff: </strong>Bei „Mensch und Pferd“ war ursprünglich die Idee, dass Pferde den Menschen sehr viel geben können und zwar sehr viel mehr, als das Reiten an sich. Für mich war und ist die Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Mensch und Pferd, dass sich die Menschen in der Gegenwart eines Pferdes entspannen und wohlfühlen können. Aber wie stelle ich dieses Gefühl überhaupt her? Wenn Kinder oder Erwachsene zu mir kommen und sagen, dass sie zwar die Faszination spüren aber ganz schön Respekt vor den Pferden haben, war es mir schon immer wichtig, dass ich diesen Menschen sagen kann, dass es richtig ist, diese Vorsicht zu spüren. Pferde sind nun mal große Wesen und Fluchttiere, die eine ganz andere Sprache haben als wir. Dennoch ist die Faszination vorhanden und deshalb wollte ich so arbeiten, dass sich die Menschen dabei entspannen. Dafür muss der Mensch in einer Atmosphäre sein, in der er sich wohl und sicher fühlen kann. Am besten draußen in der Natur. Zudem muss das Pferd als Lebewesen respektiert und so gehalten werden, dass es entspannt die Arbeit, die wir von ihm wollen, erledigen kann. Eine Zusammenarbeit bzw. ein Zusammensein, das auf Harmonie, Respekt, Vertrauen und Gleichgewicht aufgebaut ist.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“: </strong>Ihr Angebot ist sehr vielfältig. Neben dem Coaching mit Pferden und Seminaren u. a. im Bereich Horsemanship, bieten Sie die „Movement Method – Lernen mit Bewegung“ an und setzen diese auch erfolgreich in Schulen ein. Was ist das Besondere der Methode? Und, wie und warum funktioniert diese?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff: </strong>Dafür muss ich kurz das „Horse Boy Prinzip“ erläutern. Es ist daraus entstanden, dass sich ein verzweifelter Vater (Rupert Isaacson) auf die Suche nach Hilfe für seinen tief im Autismus gefangen Sohn (Rowan) begab. In jungen Jahren ist der Sohn dem Vater entwischt und in eine Pferdeherde gelaufen. Er setzte sich fast unter die Leitstute und diese hat ihn von den äußeren Einflüssen abgeschirmt. Als der Vater kam, um seinen Sohn zurückzuholen, wollte dieser unbedingt das Pferd berühren. Daraufhin nahm der Vater seinen Sohn und legte ihn auf den Pferderücken. Das Pferd stand dabei stockstill und Rowan entspannte sich. Von da an ging Rubert mit seinem Sohn immer wieder zur Nachbarsstute, um diesen zu beruhigen und zusammen unternahmen sie stundenlange Ausritte in der Natur. Dabei wurde Rupert klar, dass sein Sohn in der Natur entspannt und aufnahmefähig ist. Rupert wollte in Erfahrung bringen, wieso sein Sohn sich dabei entspannt und wie er ihn auf einen guten Weg bringen kann. So ging er zu Temple Grandin, Dozentin für Tierwissenschaften, und fragte diese, wie sie es trotz Autismus soweit geschafft hat. Temple Grandin nannte drei grundlegende Dingen, die Rowan beim Lernen helfen: Lass ihn sich bewegen, wann immer er möchte, geh mit ihm raus in die Natur, wann immer es geht und folge dem Kind in seinen Interessen. So hat Rupert seinen Sohn nach und nach in der Natur unterrichtet und dabei das Lernen an seine Interessen gekoppelt.</p>
<p>Aus den drei Grundsätzen Bewegung, Natur und dem Interesse der Kinder folgen, hat sich die Movement Methode entwickelt. Die Methode kann man mit Pferden noch intensiver gestalten, aber es ist für die Durchführung nicht zwingend notwendig. Die Idee der Movement Methode ist, Lerneinheiten draußen in der Natur abzuhalten. Warum nicht eine Schatzsuche mit Mathe verbinden? Warum nicht ein 1&#215;1-Bewegungsspiel auf dem Schulhof? Die Methode beruht auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass Lernen in Bewegung nachhaltiger ist. Es werden dabei andere Gehirnregionen angesprochen und so wird das Erlernte besser erinnert, als wenn etwas im Sitzen ohne Bewegung auswendig gelernt wird. Das Reiten, das Bewegen, die Natur, die Tiere – all das sorgt dafür, dass im Körper Oxytocin ausgeschüttet wird. Das Beziehungshormon reduziert Stress, vermittelt den Kindern ein gutes Gefühl und führt zu einem besseren Miteinander.</p>
<p>Auf unseren Hof laden wir Schulklassen ein und gehen mit den Kindern, die teilweise keinen Wald, Tiere oder ähnliches kennen, nach draußen. In einem „Ja-Umfeld“, d. h. wir gestalten das Umfeld so, dass wir möglichst „Ja“ sagen können und mit viel Fläche, am besten im Wald, schaffen wir eine Umgebung in der sofort Lernen stattfinden kann. Zudem schulen wir gemeinsam mit einer Lehrerin aus den USA, die die Movement Methode weiterentwickelte und erfolgreich in einer Brennpunktschule umsetzte, Schul- und Lehrer-Teams in der Methode.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Aus welcher Motivation heraus stellen Sie sich der Aufgabe Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, mit Pferden und der Natur in Kontakt zu bringen?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff:</strong>. Viele Jahre habe ich Kinder auf Anfrage zu den Pferden gebracht und dabei merkte ich, dass die Jungs ankamen und gleich in der Strohburg, die auf unserem Hof steht, spielten. Die Eltern waren davon nicht besonders begeistert, weil sie eigentlich für die Arbeit mit dem Pferd bezahlten. So integrierte ich das Pferd in das Spielen mit der Strohburg und konnte dadurch die Jungs erreichen. Heute kommen so viele Jungs zu mir und bringen zum Teil auch ihre Vokabelkarten mit und wir integrieren das Lernen der Vokabeln in das Reiten. Ich möchte den Kindern die Natur zugänglich machen, weil hier Lernen stattfindet.</p>
<p>Eine weitere Motivation für mich ist unser ältester Sohn, der mit Behinderung geboren wurde. Als er klein war, suchte ich nach passenden therapeutischen Reitangeboten. Durch Zufall hatte ich dabei meine erste Begegnung mit dem Horsemanship und der „Pferdisch“-Idee. Die Frau, die mit meinem Sohn das therapeutische Reiten durchführte, hielt das Pferd nicht wirklich fest. Sie sagte zu mir, dass es nicht möglich wäre, 600 Kilogramm Pferd festzuhalten, aber es sei möglich 600 Gramm Gehirn zu überzeugen. Das fand ich so spannend, dass ich es selbst lernen wollte und habe angefangen unsere Ponys entsprechend auszubilden. Kurze Zeit später, kamen auch schon die ersten Kinder. Zudem passten die Schwerpunkte meiner Arbeit als Lehrerin für Pflegeberufe hervorragend zu dem, was am Pferd mit dem Mensch, dem Kind und dem Körper passiert. Die Pferde sind für mich wie Therapie-Delphine. Nur können Pferde von uns Menschen artgerechter gehalten werden.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“: </strong>Haben Sie besonders prägende Erlebnisse durch Ihre Arbeit  erfahren?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff:</strong> Es gab einmal ein Kind, das beatmet werden musste. Für die Arbeit mit ihm, habe ich im Vorfeld das Pferd auf die Geräusche, die durch das Absaugen entstehen könnten, vorbereitet und mir überlegt, wie die Position sein kann, sodass kein Staub in das Tracheostoma gelangen kann. Es war so bewegend, wie der Junge sich durch den Kontakt zum Pferd total entspannte und strahlte. Seine Spastiken lösten sich und er begann den Mund und die Zunge zu bewegen. Dann gibt es noch die autistischen Kinder, die nonverbal sind. Die wirklich bei den Pferden beginnen, mehr zu sprechen. Zurzeit habe ich zum Beispiel einen Jungen, der nicht spricht, sich aber mit Gebärdensprache äußert. Auch bei ihm kommen immer mehr Laute und ich bin davon überzeugt, dass die Pferde das angestoßen haben. Zudem gab es noch ein junges Mädchen, dass sich immer mehr in ihre innere Welt zurückgezogen hatte. Irgendwann konnte sie die Schule nicht mehr besuchen. So kam es dazu, dass sie ein ganzes Jahr ein Praktikum bei mir gemacht hat. Durch die Zeit auf dem Hof und den Kontakt zu den Pferden, wurde ihre Welt wieder bunter und schöner. All solche Gänsehaut-Momente erleben wir hier auf dem Hof.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Welchen Wert hat das Pferd aus Ihrer Erfahrung heraus für Kinder, Jugendliche und Erwachsene? Und warum ist der Kontakt zur Natur, zu Tieren und zum Pferd so wichtig?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff:</strong> Das was der Mensch braucht, kann er beim Pferd finden, weil das Pferd in der Lage ist uns so zu spiegeln, wie wir das im Moment für uns brauchen. Vor allem bei Menschen mit Behinderung kann gut beobachtet werden, dass sich die Pferde zurücknehmen und sich an ihr Gegenüber anpassen. Menschen mit Traumata, psychischen Problemen oder Kinder mit wenig Selbstbewusstsein bzw. wenig Selbstwirksamkeit, erhalten von den Pferden Rückmeldungen, die sie stärken. Kinder die sehr aktiv sind, nennen wir es hyperaktiv, kommen zur Ruhe. Außerdem lernen sie soziale Kompetenzen. Denn das Pferd als ihr Gegenüber ist stärker und schwerer. Sie müssen lernen das Pferd zu beobachten. Das ist oft etwas, was sie mit einem anderen Kind nicht schaffen, aber bei einem Pferd geht das.</p>
<p>Dieses komplette Angebot von Natur, Tieren und der Kontakt zur Erde, schafft ein anderes Wertebewusstsein. Das soziale Verhalten der Kinder wird besser, sie haben eine emotionale Kontrolle, erfahren Selbstwirksamkeit, übernehmen Verantwortung für sich und andere und werden rücksichtsvoller. Zudem bewegen sich die Kinder dabei und finden heraus, dass ihr Körper weiß, dass sie Bewegung brauchen. Sie sind nicht falsch, sondern so wie sie sind, sind sie genau richtig. Mit dieser Rückmeldung möchte ich die Kinder und die Eltern stärken.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Das Vereinsziel von „Pferde für unsere Kinder“ ist es, Kinder und Pferde in Berührung zu bringen und ihnen damit auch einen Zugang zur Natur, Umwelt und Landwirtschaft zu ermöglichen sowie den Wert des Pferdes wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, denn vielen Menschen ist nicht bewusst, welchen positiven Einfluss Pferde auf uns und unsere Kinder haben. Inwieweit stimmen Ihre Ziele mit den Zielen unseres Vereins überein?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff: </strong>Mit unserem Hof und unserer Motivation, möchten wir Kindern, Eltern, Lehrern und allen, die dran interessiert sind, den Zugang zur Natur ermöglichen. Dass, was das Pferd uns schenken kann, möchten wir anderen soweit es geht zugänglich machen. Das schließt auch die Natur, in der das Pferd lebt, mit ein. Auch für unsere eigenen Kinder, finden wir es wichtig, ihnen beizubringen, dass wir ein großes Glück haben hier wohnen zu dürfen. Wir besitzen das nicht, sondern wir bewahren es und geben es an die nächsten Generationen weiter.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e.V.“:</strong> Haben Sie weitere Anregungen für uns oder etwas, dass Ihnen besonders am Herzen liegt?</p>
<p><strong>Brigitte Berkhoff: </strong>Durch die fortgeschrittene Entfremdung der Menschen von der Natur, ist es umso wichtiger geworden, dass wir das jetzige Schulsystem überdenken. Wir sehen es an den Schulklassen, die zu uns kommen, dass die Entfremdung von der Natur bereits dramatisch ist. Daher müssen die Kinder wieder raus in die Natur und lernen, wie wir unseren Planeten lebensfähig erhalten. Wir müssen versuchen, die Kinder wieder mehr in die Natur und zu den Bauernhöfen zu holen. Die Idee der Movement-Methode ist eine riesige Chance für Schulen, um der Entfremdung von den Tieren, der Erde und der Natur entgegenzuwirken. Wenn die Kinder mehr draußen sind ohne zu lernen, steigen bereits die Leistungen in der Schule. Wird dann noch das Draußen-sein mit lernen verknüpft, steigen die Leistung noch mehr und die Krankheitszahlen sinken. Es wäre so viel mehr möglich aber so, wie es jetzt ist, kann man es nicht lassen.</p>
<p><strong>„Pferde für unsere Kinder e. V.“:</strong> Herzlichen Dank für das Interview und Ihre Unterstützung.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: right;"><em>(Fotos: Brigitte Berkhoff)</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Weitere Informationen zu Brigitte Berkhoff, Mensch &amp; Pferd und der Movement-Methode erhalten Sie über …</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://mensch-pferd.info/">die Homepage von Mensch &amp; Pferd</a></li>
<li><a href="https://mensch-pferd.info/wp-content/uploads/2020/11/Gitti_final_pfade.pdf">den Flyer Mensch &amp; Pferd</a></li>
<li><a href="https://mensch-pferd.info/wp-content/uploads/2021/04/Hof-Berkhoff_Flyer_Movement-Methode_ok.pdf">den Flyer Movement-Method</a></li>
</ul></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p><strong>Pferde für unsere Kinder e.V.</strong><br />Lena Vetter<br />T: +49 (0) 4296 / 748 74 16<br />E: <a href="mailto:vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de">vetter@pferde-fuer-unsere-kinder.de</a></p></div>
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					<div class="et_pb_main_blurb_image"><a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/ukrainische-kinder-beim-pferdeerlebnistag-des-pferdesportvereins-in-achsheim/"><span class="et_pb_image_wrap et_pb_only_image_mode_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" width="106" height="115" src="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/wp-content/uploads/2015/03/pferde-fuer-unser-kinder-gruen.jpg" alt="" class="et-waypoint et_pb_animation_off et_pb_animation_off_tablet et_pb_animation_off_phone wp-image-203" /></span></a></div>
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						<div class="et_pb_blurb_description"><p>Weiter lesen</p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de/mensch-pferd/">Mensch &#038; Pferd</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pferde-fuer-unsere-kinder.de">Pferde für unsere Kinder e.V.</a>.</p>
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